Berührende Zeitgeschichte

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Max Moor versteht, Worte wohl geformt zu gestalten und wunderschön zu schreiben. Die Schicksale der drei Frauen mit ihren ungewöhnlichen Namen rühren an - von ihren unbeschwerten Kindertagen in Österreich über viele dramatische Zwischenstationen bis ins hohe Alter hat jede für sich vieles auszuhalten, denn das Leben meint es nicht immer gut mit ihnen. Feinfühlig und berührend zeichnet Moor ihre so unterschiedlich verlaufenden Lebensetappen und bietet damit gleichzeitig einen Spiegel der jeweiligen Gesellschaft und Zeitgeschichte. Und natürlich fiebert man mit, ob die Drei sich am Ende wieder finden, nachdem sie sich über Jahre und Jahrzehnte aus den Augen verloren haben.
So sehr Moors spezifischer Sprachduktus eine gewisse Faszination ausübt, führt er jedoch auch gleichzeitig dazu, dass viele Passagen sehr breit und überladend wirken. 560 Seiten für einen Roman sind mir persönlich zu viel, aber das ist natürlich Geschmacksache. Trotzdem lohnt es sich, sich auf die "Schwestern" einzulassen.