Bewegend
Vor vielen Jahren habe ich ein Sachbuch von Max Moor "Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht" gelesen und es als eine nette Unterhaltung in Erinnerung.
Als ich nun diesen Roman "Schwestern trotz allem" in den Händen hielt, war eh klar, dass es sich nicht um triviale Unterhaltungsliteratur handelt.
Mit seinen 555 Seiten und dem auffallend roten Cover mit Fotografie der drei Schwestern kam dieses Buch schon sehr bodenständig und seriös daher.
Die Geschichte der drei Schwestern, Gerti, Rudi und Hansi, wird in umfangreichen Kapiteln immer aus der Sicht der jeweiligen Schwester erzählt.
Die Kinder wurden am Ende des 2. Weltkrieges durch den Tod ihrer Mutter und dem Verschwinden ihres Vaters erst zu ihren Großeltern nebst Tante gebracht, und danach durch die Herzlosigkeit und Verhärmtheit der Tante entzwei gerissen.
Hansi als Jüngste hatte das Glück, vom Waisenhaus , in das sie mit Rudi gebracht wurde, von lieben Pflegeeltern adoptiert zu werden. Sie wuchs behütet und motiviert auf, legte fortan viel Wert auf Karriere und liebte die Sonnenseiten des Lebens.
Rudi hatte weniger Glück, musste im Waisenhaus bei den Nonnen verbleiben und erfuhr fürchterlichen Missbrauch, bevor sie ausbrach und danach an ihrer zerbrochen Seele ein Leben lang litt.
Gerti wurde von der Tante akzeptiert, in der Hoffnung, in ihr eine Gleichgesinnte Nationalistin heranwachsen zu lassen.
Gerti kämpft sich durchs Leben, opfert sich auf und akzeptiert ihr Schicksal so gut es geht.
In einem weiteren Erzählstrang schreibt Albert regelmäßige Briefe von 1945 bis 1972 an einen Freund und Pfarrer. Diese Kapitel sind in regelmäßigen Abständen , wechselnd mit den Berichten der Schwestern im Roman angeordnet.
Durch den stetigen Wechsel der Erzählerperspektive war es nicht so ganz leicht, den roten Faden zu behalten. Allerdings wollte ich jeder Schwester, und auch Albert unbedingst folgen, was den Roman so spannend machte. Die Charaktere sind mir teilweise ans Herz gewachsen oder zumindest interessierte ich mich für ihre jeweiligen Lebensgeschichten. Durch die unterschiedlichen Lebenswege der Schwestern war es für mich ein auf und ab der Emotionen. Ich wollte das Buch in einem Durchgang lesen, was natürlich durch den Umfang nicht möglich war. Aber die Geschichte hat mich auch im Alltag immer wieder beschäftigt. Ein Buch, über das man nachdenkt.
Ich bin begeistert vom schriftstellerischen Geschick Max Moors. Vor allem der österreichische Dialekt hat es mir angetan. Köstlich. Das Buch empfehle ich allen, die tiefer in eine Geschichte eintauchen wollen, die historischen Bezug hat, die Österreich lieben und die sich die Mühe machen, ein umfangreiches Werk zu genießen. Denn auch mit Humor hat Max Moor nicht gespart.
Den Hinweis über die Entstehung des Buches fand ich sehr herzig.
Als ich nun diesen Roman "Schwestern trotz allem" in den Händen hielt, war eh klar, dass es sich nicht um triviale Unterhaltungsliteratur handelt.
Mit seinen 555 Seiten und dem auffallend roten Cover mit Fotografie der drei Schwestern kam dieses Buch schon sehr bodenständig und seriös daher.
Die Geschichte der drei Schwestern, Gerti, Rudi und Hansi, wird in umfangreichen Kapiteln immer aus der Sicht der jeweiligen Schwester erzählt.
Die Kinder wurden am Ende des 2. Weltkrieges durch den Tod ihrer Mutter und dem Verschwinden ihres Vaters erst zu ihren Großeltern nebst Tante gebracht, und danach durch die Herzlosigkeit und Verhärmtheit der Tante entzwei gerissen.
Hansi als Jüngste hatte das Glück, vom Waisenhaus , in das sie mit Rudi gebracht wurde, von lieben Pflegeeltern adoptiert zu werden. Sie wuchs behütet und motiviert auf, legte fortan viel Wert auf Karriere und liebte die Sonnenseiten des Lebens.
Rudi hatte weniger Glück, musste im Waisenhaus bei den Nonnen verbleiben und erfuhr fürchterlichen Missbrauch, bevor sie ausbrach und danach an ihrer zerbrochen Seele ein Leben lang litt.
Gerti wurde von der Tante akzeptiert, in der Hoffnung, in ihr eine Gleichgesinnte Nationalistin heranwachsen zu lassen.
Gerti kämpft sich durchs Leben, opfert sich auf und akzeptiert ihr Schicksal so gut es geht.
In einem weiteren Erzählstrang schreibt Albert regelmäßige Briefe von 1945 bis 1972 an einen Freund und Pfarrer. Diese Kapitel sind in regelmäßigen Abständen , wechselnd mit den Berichten der Schwestern im Roman angeordnet.
Durch den stetigen Wechsel der Erzählerperspektive war es nicht so ganz leicht, den roten Faden zu behalten. Allerdings wollte ich jeder Schwester, und auch Albert unbedingst folgen, was den Roman so spannend machte. Die Charaktere sind mir teilweise ans Herz gewachsen oder zumindest interessierte ich mich für ihre jeweiligen Lebensgeschichten. Durch die unterschiedlichen Lebenswege der Schwestern war es für mich ein auf und ab der Emotionen. Ich wollte das Buch in einem Durchgang lesen, was natürlich durch den Umfang nicht möglich war. Aber die Geschichte hat mich auch im Alltag immer wieder beschäftigt. Ein Buch, über das man nachdenkt.
Ich bin begeistert vom schriftstellerischen Geschick Max Moors. Vor allem der österreichische Dialekt hat es mir angetan. Köstlich. Das Buch empfehle ich allen, die tiefer in eine Geschichte eintauchen wollen, die historischen Bezug hat, die Österreich lieben und die sich die Mühe machen, ein umfangreiches Werk zu genießen. Denn auch mit Humor hat Max Moor nicht gespart.
Den Hinweis über die Entstehung des Buches fand ich sehr herzig.