Bewegende Familiengeschichte

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chrissi1982 Avatar

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Max Moor erzählt in „Schwestern trotz allem“ die Geschichte der drei Schwestern Gerti, Rudi und Hansi, deren Leben durch die Nachkriegszeit völlig verändert wird. Nach dem Tod der Mutter und dem Verschwinden des Vaters werden die Mädchen auseinandergerissen und wachsen fortan unter ganz unterschiedlichen Bedingungen auf. Während Gerti beim Großvater bleibt, kommen ihre beiden jüngeren Schwestern in ein Waisenhaus. Erst viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege wieder.

Ich fand den Grundgedanken der Geschichte sehr interessant, vor allem weil man miterlebt, wie unterschiedlich sich die Leben der drei Schwestern entwickeln und welche Spuren die frühe Trennung hinterlässt. Dabei steht vor allem Gertis Lebensweg im Mittelpunkt. Ihre Beziehung zu Albert, die Geburt ihrer Kinder und ihr weitgehend auf sich allein gestelltes Leben zeigen, dass die schwierigen Jahre für sie auch nach dem Krieg noch lange nicht vorbei waren.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ließ sich angenehm lesen. Einige Abschnitte waren für mich allerdings etwas zu knapp erzählt. Gerade bei den beiden jüngeren Schwestern hätte ich mir mehr Einblicke gewünscht, denn ihre Lebenswege werden teilweise nur angerissen. Auch das spätere Wiedersehen der Schwestern hatte ich mir ausführlicher und emotionaler vorgestellt.

Insgesamt war es für mich eine interessante Familiengeschichte über Verlust, Trennung und die Folgen einer schwierigen Kindheit. Ganz überzeugen konnte sie mich nicht in allen Punkten, dennoch habe ich die Schwestern und ihre unterschiedlichen Lebenswege gerne begleitet.