Die drei Knöpfe der Erinnerung

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shilo Avatar

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In diesem Buch geht es um drei Schwestern, die nach dem Krieg getrennt werden und später ganz unterschiedliche Wege gehen. Gerti bleibt bei den Großeltern, während Rudi und Hansi in verschiedene Richtungen geschickt werden. Trotzdem verlieren sie einander nie ganz aus dem Blick. Die drei Knöpfe, die Gerti als Erinnerung an ihre Schwestern aufbewahrt, begleiten sie durch ihr ganzes Leben. Dieses kleine Detail hat sich mir beim Lesen besonders eingeprägt.
Gertis Leben ist von Anfang an nicht einfach. Sie verliert ihre Eltern und muss auch ihre Schwestern gehen lassen. Später verliebt sie sich in Albert, obwohl diese Beziehung viele Schwierigkeiten mit sich bringt. Er kommt und geht, während Gerti versucht, ihren Alltag zu bewältigen und ihre beiden Kinder allein großzuziehen. Dabei muss sie sich gegen Vorurteile und manche Widrigkeiten behaupten. Ihre Sturheit war für mich nicht immer leicht nachzuvollziehen. Gleichzeitig konnte ich verstehen, warum sie so sehr an ihrem Wunsch nach einer eigenen Familie festhält.
Auch Rudi und Hansi werden mit ihren eigenen Lebenswegen gezeigt. Rudi sucht immer wieder nach Liebe und Anerkennung und versucht, ihre Kindheit im Heim hinter sich zu lassen. Hansi dagegen möchte unabhängig bleiben und ihr Leben selbst bestimmen. Sie macht beruflich ihren Weg, merkt aber trotzdem irgendwann, dass ihr etwas fehlt. Gerade diese Unterschiede zwischen den drei Frauen fand ich interessant.
Beim Lesen wird deutlich, wie stark die Erfahrungen aus der Kindheit die drei Schwestern prägen. Jede geht anders mit dem um, was sie erlebt hat. Manche Entscheidungen konnte ich gut verstehen, bei anderen hätte ich mich wahrscheinlich anders entschieden. Gerade dadurch wirkten die drei Frauen auf mich sehr unterschiedlich und trotzdem miteinander verbunden.
Die Geschichte umfasst mehrere Jahrzehnte und gibt Einblicke in die Lebenswelt der drei Frauen. Manche Abschnitte waren für mich etwas ausführlicher, wodurch das Lesen stellenweise langsamer wurde. Trotzdem wollte ich wissen, wie es mit den einzelnen Schwestern weitergeht und ob sie irgendwann wieder zueinanderfinden.
Mich hat vor allem beschäftigt, was von einer Familie bleibt, wenn Menschen durch äußere Umstände getrennt werden. Trotz aller Unterschiede verlieren die drei Frauen ihre Verbindung nie ganz. Dieser Gedanke hat mich beim Lesen begleitet.
Insgesamt habe ich die Lebenswege von Gerti, Rudi und Hansi gern verfolgt. Es geht um Verlust, Liebe, Familie und darum, wie unterschiedlich Menschen mit dem umgehen, was ihnen im Leben widerfährt. Für mich war es ein lesenswerter Roman, dem ich 4 Sterne gebe.