Drei Knöpfe, drei Leben – Max Moor: »Schwestern. Trotz allem«

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Der Einstieg hat es in sich. Die ersten Kapitel sind dicht, springen zwischen Personen und Zeiten und verlangen Geduld. Ich musste mich erst orientieren, bevor ich wusste, wer zu wem gehört. Wer hier durchhält, wird mit einer Geschichte belohnt, die ohne Kitsch auskommt und die Härte der Nachkriegsjahre ungeschönt zeigt. Besonders beeindruckt hat mich, wie Moor die Vorurteile gegenüber ledigen Müttern und Heimkindern sichtbar macht, ein Stück Sozialgeschichte, das oft zu kurz kommt.
Das Bild der drei Knöpfe zieht sich als stilles, berührendes Symbol durch den Roman: für Zusammengehörigkeit, die keine Entfernung auslöschen kann.
Fazit: Ein ernstes, bewegendes Familienepos über Verlust, Stolz und Schwesternliebe. Kein Buch für zwischendurch und am Anfang etwas sperrig, aber eine lohnende Lektüre für alle, die Familienromane mit historischem Hintergrund mögen.