Drei Schwestern, drei Schicksale
Max Mohr legt mit „Schwestern. Trotz allem“ sein Debüt als Romanautor vor. Wie er im – kurzen – Nachwort schreibt, basiert vieles auf den Erzählungen seiner Frau. Und der Schreibprozess war offenbar nicht schnell und einfach, sondern sieben Jahre lang und fordernd.
Fordernd ist auch die Lektüre – das Buch ist ziemlich umfangreich und fordert durch die vielfältigen Perspektiven viel Aufmerksamkeit. Im Zentrum stehen neben den Schwestern Gerti, Rudi und Hansi (die Namen erklären sich dann im Verlauf des Romans) auch Albert, die Großeltern und Tante Hedwig, verschiedene Männerbekanntschaften und Alberts Familie.
Insbesondere Alberts Erinnerungen – stilistisch gut verpackt als Briefe an einen Pfarrer, die jedoch nie abgeschickt werden, in denen aber viele Details stecken, die für den Fortgang der Geschichte notwendig sind – nehmen einen großen Teil des Romans ein. Allerdings sind sie wenig zielführend für das eigentliche Thema – die Schicksale der drei Schwestern.
Moor verliert sich meines Erachtens zu sehr in Details von Albert und Gerti. Die Lebensgeschichten von Rudi und Hansi kommen dagegen nur am Rande vor. Insbesondere die Missbrauchshistorie von Rudi ist zwar nur schwer zu ertragen – solch ein Verhalten ist mit „christlich“ und „helfend“ nicht zu vereinbaren -, aber die Auswirkungen auf ihr späteres Leben sind fatal.
Die drei Knöpfe, die auch im Klappentext stark hervorgehoben werden, hätte es meines Erachtens gar nicht gebraucht.
Gut ist die „Übersetzungshilfe“ mancher österreichischer Ausdrücke auf dem beiliegenden Lesezeichen. Auch die sonstige Ausstattung finde ich sehr passend – sogar das Cover passt für mich ganz gut.
Den Schluss des Romans finde ich allerdings überhastet und zu kurz geraten. Obwohl alles auf die Wiedervereinigung der Schwestern hinweist, wird diese dann auf wenigen Seiten abgehandelt. Und das letzte Kapitel passt für mich nicht in die sprachgewaltige Ausarbeitung der Geschichte, die ich im Großen und Ganzen gern gelesen habe.
Fordernd ist auch die Lektüre – das Buch ist ziemlich umfangreich und fordert durch die vielfältigen Perspektiven viel Aufmerksamkeit. Im Zentrum stehen neben den Schwestern Gerti, Rudi und Hansi (die Namen erklären sich dann im Verlauf des Romans) auch Albert, die Großeltern und Tante Hedwig, verschiedene Männerbekanntschaften und Alberts Familie.
Insbesondere Alberts Erinnerungen – stilistisch gut verpackt als Briefe an einen Pfarrer, die jedoch nie abgeschickt werden, in denen aber viele Details stecken, die für den Fortgang der Geschichte notwendig sind – nehmen einen großen Teil des Romans ein. Allerdings sind sie wenig zielführend für das eigentliche Thema – die Schicksale der drei Schwestern.
Moor verliert sich meines Erachtens zu sehr in Details von Albert und Gerti. Die Lebensgeschichten von Rudi und Hansi kommen dagegen nur am Rande vor. Insbesondere die Missbrauchshistorie von Rudi ist zwar nur schwer zu ertragen – solch ein Verhalten ist mit „christlich“ und „helfend“ nicht zu vereinbaren -, aber die Auswirkungen auf ihr späteres Leben sind fatal.
Die drei Knöpfe, die auch im Klappentext stark hervorgehoben werden, hätte es meines Erachtens gar nicht gebraucht.
Gut ist die „Übersetzungshilfe“ mancher österreichischer Ausdrücke auf dem beiliegenden Lesezeichen. Auch die sonstige Ausstattung finde ich sehr passend – sogar das Cover passt für mich ganz gut.
Den Schluss des Romans finde ich allerdings überhastet und zu kurz geraten. Obwohl alles auf die Wiedervereinigung der Schwestern hinweist, wird diese dann auf wenigen Seiten abgehandelt. Und das letzte Kapitel passt für mich nicht in die sprachgewaltige Ausarbeitung der Geschichte, die ich im Großen und Ganzen gern gelesen habe.