Großartige Familiengeschichte
Dieser Roman von Max Moor wird mir nachhaltig in guter Erinnerung bleiben. Die drei Schwestern Gerti, Rudi und Hansi werden 1945 nach dem Tod der Mutter und dem Verschwinden des Vaters auseinandergerissen, die beiden jüngeren kommen in ein kirchliches Kinderheim, wo unvorstellbare Dinge geschehen. Hier gibt es Schilderungen von Grausamkeiten, die mich fast am Weiterleisen gehindert hätten. Doch man will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Besonders steht Gerti im Mittelpunkt, man kann sich diese hübsche, patente Österreicherin lebhaft vorstellen, wie sie ihr Leben wuppt. Ihre Liebe zum verheirateten Hallodri Albert ist für mich nicht immer ganz nachvollziehbar, aber garantiert hat es immer solche Frauen gegeben und gibt sie noch, die sich mit den Brosamen einer Zweitfrau begnügen. Hansi und Rudi stehen auch mit beiden Beinen im Leben, doch ihre Schicksale zeigen, was die Vergangenheit mit ihnen gemacht hat.
Der Sprachstil des Autors ist grandios und flüssig, die Spannung wird gehalten, es macht große Freude zu lesen. Ich konnte das Buch nachher nicht mehr aus der Hand legen, und das ist doch das schönste Lob. Klare Weiterempfehlung!
Der Sprachstil des Autors ist grandios und flüssig, die Spannung wird gehalten, es macht große Freude zu lesen. Ich konnte das Buch nachher nicht mehr aus der Hand legen, und das ist doch das schönste Lob. Klare Weiterempfehlung!