Irreführend
"Schwestern. Trotz allem" von Max Moor hatte mich in der Leseprobe sehr abgeholt und ich war gespannt darauf, wie die Leben der drei Schwestern Gerti, Rudi und Hansi erzählt werden würden. Das Buch beginnt im Jahr 2015 mit einem Prolog, der Gertis aktuelle Lebenssituation zeigt. Man erfährt, dass die Schwestern bereits gestorben sind und Gerti mit einem Bigamisten , Albert, verheiratet war. Dann springt die Erzählung zurück ins Jahr 1945. Erst wird aus Alberts Sicht von der Front berichtet, dann springt die Erzählung zu Johanna, der Mutter der drei Schwestern. So geht es eigentlich den gesamten Roman hinweg weiter, was es mir sehr schwer gemacht hat, in die Geschichte hinein zu kommen. Die einzelnen Figuren blieben für mich farblos und zu oberflächlich ausgearbeitet. Das eigentlich von mir erwartete Thema "Schwestern" steht für mich zu wenig im Vordergrund. Auch die sprachliche Ausgestaltung, der Dialekt und die teilweise nicht zur jeweiligen Zeit passenden Äußerungen haben nicht so ganz meinen Geschmack getroffen.
Der Roman ist insgesamt schon unterhaltsam, wenn man nicht eine Geschichte über Lebensverläufe von Schwestern im Laufe der Zeit erwartet.
Der Roman ist insgesamt schon unterhaltsam, wenn man nicht eine Geschichte über Lebensverläufe von Schwestern im Laufe der Zeit erwartet.