Kurzweiliges Debüt

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stoepfel Avatar

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Cover und Klappentext hatten es mir angetan.
Der Einstieg /Prolog war etwas befremdlich, erklärte sich letztlich erst im Epilog.
Die dann folgende Geschichte über die unterschiedlichen Biographien der drei Schwestern las sich kurzweilig, ich mag den Schreibstil. Beeindruckend dargestellt fand ich die Schilderungen von Rudis Erlebnissen im Kloster. Oder generell immer wieder, wie es der Autor schaffte, mit Worten und Formulierungen Distanz zu wahren und dennoch den Figuren nah zu sein.

Gerti als starke Frau kam mir bisweilen ein bisschen idealisiert vor, manches hätte sicher auch kürzer gestaltet werden können.
Begeistert hat mich der historische Blick auf die Zeit unmittelbar nach dem Zusammenbruch des dritten Reichs, wie tief verwurzelt viele Ansichten -logischerweise- waren und dass es natürlich ab 45 keine plötzlich bekehrten Menschen waren, die da agierten...

Alles in allem finde ich, dass dies ein höchst kurzweiliges Romandebüt ist, das mich auf Nachfolger hoffen lässt.