Merkwürdige Familiengeschichte

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langeweile Avatar

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Das Buch beginnt mit einem Prolog im Jahre 2015, in welchem Gerti, eine der drei Schwestern, um welche sich die Geschichte dreht, kurz vor dem Ende ihres Lebens steht. Ihr Tag besteht nur noch aus eintönigem Essen und dem Fernsehprogramm.
Dann geht es zurück ins Jahr 1945, in dem die drei Schwestern, Gerti, Rudi und Hansi, sehr viel schlimmes erleben müssen und ihr Leben völlig aus der Bahn gerät.Ihr Vater ist verschollen, ihre Mutter stirbt und der Großvater, welcher seine Enkelinnen bis dahin gar nicht kannte, weil er mit der Heirat seiner Tochter nicht einverstanden war, holt sie zu sich.Er vermag es aber nicht, sich gegen seine Tochter Hedwig einer zänkischen Frau,durchzusetzen, der es widerstrebt sich um drei Kinder zu kümmern. so bleibt nur die älteste Schwester Gerti bei ihrem Großvater, während Rudi und Hansi ins Waisenhaus kommen.
Im weiteren Verlauf erfährt man nur in kurzen Auszügen über das Leben der jüngeren Schwestern, während Gerti im Mittelpunkt steht. Sie hatte kein einfaches Leben verliebte sich in Albert,einen verheirateten Mann, bekam mit ihm zwei Kinder, die sie überwiegend alleine großzog,weil Albert berufsbedingt meistens abwesend war und sich außerdem nie scheiden ließ, das meiste aus seinem Leben erfährt man durch Tagebucheinträge. Der überwiegende Teil der Geschichte spielte zwischen 1945 und 1972, wo es zu einem Wiedersehen der Schwestern kam, was aber völlig emotionslos und unspektakulär verlief. Dann gab es einen Cut, um wieder in die Zeit des Prologs einzutauchen.

Ich muss zugeben, dass die Geschichte mich ziemlich enttäuscht hat, vielleicht auch deswegen, weil ich mit ganz anderen Erwartungen herangegangen bin.
Ich hatte mir eine Familiengeschichte erhofft ,in in welcher ich mir mehr Einzelheiten über das Leben der Schwestern , die Zeit ihrer Trennung und ihr Wiedersehen, erfahren hätte. Auch das Schicksal der anderen Menschen in ihrer Umgebung, sei es, der Großvater, Tante Hedwig oder auch Alberts Bruder Paul, der eine Zeit lang eine wichtige Rolle im Leben von Gerti und ihren Kindern spielte, waren plötzlich von der Bildfläche verschwunden.Ansatzweise erfuhr man zwar,mit welchen Spätfolgen der Trennung die Schwestern in ihrem weiteren Leben zu kämpfen hatten, aber das war mir zu wenig.Es tut mir leid,dass ich kein positiveres Urteil über das Buch abgeben kann,leider nur drei Sterne.