Tiefgründig und sprachgewaltig

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nessaja Avatar

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Schwestern. Trotz allem

Die Schwestern Gerti, Rudi und Hansi werden kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges nach dem Tod der Mutter und der ungeklärten Abwesenheit des Vaters getrennt. Ihre Lebenswege unterscheiden sich komplett, aber dennoch bleibt irgendwie das Gefühl einer Verbundenheit.
Geschrieben wurde das Buch von Max Moor, einem Autor, Moderator und Schauspieler. Ich kannte ihn zuvor garnicht.
Das Buch ist bei dtv erschienen. Es umfasst 555 Seiten und ist 42, mit Datum überschriebene, Kapitel eingeteilt. Es wird abwechselnd hauptsächlich (aber nicht nur) aus der Sicht der drei Schwestern erzählt, wobei die Älteste, Gerti, der Hauptcharakter ist. Zusätzlich kommt noch die Perspektive „aus Alberts Schreibmappe“, die ich erst garnicht einordnen konnte. Ich muss eh sagen, dass ich mir mit dem Buch anfangs echt schwer getan habe. Es hat gedauert, bis ich mit der Sprache und dem Schreibstil warm geworden bin, aber ich bin froh, dass ich nicht abgebrochen habe, denn es lohnt sich, sich rein zu arbeiten. Aber leichte Lektüre ist es nicht.
Das Buch ist wirklich sprachgewaltig. Es hat eine ruhige, sehr tiefgründige Atmosphäre. Manchmal war es mir etwas langatmig, aber ergreifend war es auf jeden Fall. Gerade das Schicksal der mittleren Schwester Rudi hat mich sehr berührt.
Fazit: ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der Lust auf und Ruhe für anspruchsvollere Literatur hat.