Auftakt einer Kinderbuchreihe mit sommerlichen Vibes und ernsten Themen

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Die Sommerferien sind angebrochen und für Lene, Elsa, Amba und (bald auch) Frida gibt es keine schönere Zeit. Sie leben auf der Insel Rosenholm und im Sommer ist es hier am schönsten. Im Meer baden, Eis schlecken und die Sonne am Strand genießen. Ein Traum! Doch Lene kann noch nicht ganz abschalten. Zum einen weiß sie nicht, wie oft sie ihren Mitschüler Mats in den Ferien wiedersehen wird, der in letzter Zeit ihr Herz höherschlagen lässt, als würden sich darin Meereswellen befinden, und zum anderen möchte sie unbedingt einen Schreibwettbewerb gewinnen, doch sie hat noch nicht mal ein geeignetes Thema gefunden. Dann kommt auch noch Frida auf die Insel und Lene fürchtet, dass diese Mats den Kopf verdrehen könnte. Es scheint also ein sehr aufregender Sommer für die Mädels zu werden.

Die „Seaside Sisters“ ist eine neue Kinderbuchreihe der Autorin Mia Andersen (ein Pseudonym von Susanne Fülscher), die für Mädchen ab 10 Jahren gedacht ist. Es geht um vier Freundinnen und jede bekommt ihren eigenen Auftritt. Band 2 („Elsas Wirbelwindherz“) wird bereits im August erscheinen und 2027 geht es dann im Februar und im August in die Runden drei und vier mit Frida und Amba. Aber natürlich spielen alle Mädels in jedem Band eine wichtige Rolle, denn das Inselleben und ihre Freundschaft steht in allen Teilen ganz oben in der Priorität.

Optisch ist das Buch von Sekunde eins an ein Highlight. Das Cover kommt sommerlich leicht daher, ist bunt, aber nicht knallig und diese schönen Farben spiegeln sich auch in den Illustrationen von Hanna Wenzel wider, die man im Buch findet. Manchmal sind es nur kleine Bildchen wie eine Erdbeere, manchmal aber auch ganze Szene sowie wunderschöne Kapitelzierden. Dazu gibt es noch einen traumhaften Farbschnitt, mit dem Namen der Protagonistin.

„Lenes Inselsommerglück“ ist auch als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg erschienen und wird von Chantal Busse gelesen. Ich bin zwischen Print und Hörbuch hin- und hergewechselt und habe beides genossen.

Die Geschichte dreht sich um Freundschaft, aber auch um die erste Liebe. Das hat mich anfänglich überrascht, allerdings habe ich auch noch nicht viele Berührungspunkte mit zehnjährigen Mädchen, daher weiß ich nicht, ob es bei denen regelmäßig wie Brausepulver im Bauch kribbelt, wenn sie einen Jungen wie Mats sehen, der wunderschöne Seehundaugen hat. Zum Glück ist diese Liebesgeschichte jedoch sehr zart und wenn ich mich nicht irre, gibt es nicht einmal einen Kuss. Also alles sehr harmlos, aber trotzdem bezaubernd. Außerdem gefällt mir sehr, dass es trotz der Leichtigkeit und der sommerlichen Brise auch ernste Themen gibt wie Umwelt- und Naturschutz, Eifersucht, die Neue zu sein und auch die vegetarische Lebensweise wird betrachtet.

Fazit: Ein toller Serienauftakt, der trotz sommerlichen Vibes und lockerem Schreibstil auch ernstere Themen beinhaltet. Optisch ein Highlight, das aber genauso mit seinem Inhalt punkten kann und Lust auf die Fortsetzung macht.