Freundschaftsgeschichte mit viel Ferienfeeling

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Willkommen auf Rosenholm! Hier leben die Schwestern Lene und Elsa gemeinsam mit ihren Eltern, die eine Pension für Feriengäste betreiben. Zusammen mit ihrer Freundin Amba erleben die Mädchen den letzten Schultag. Die Hauptperson in diesem ersten Band der Reihe ist Lene, die gerne schreibt und daher für einen Wettbewerb einen Artikel plant, aber auch von ihren Gefühlen für den süßen Mats abgelenkt wird. Dann zieht in die Pension ein Mädchen ein, das Lene einfach nur unfreundlich findet, bis sie sie näher kennenlernt und durch ein ärgerliches Ereignis mit Urlaubsgästen am Strand, findet sie schließlich auch ein passendes Thema für einen spannenden Artikel.

Der Verlag schwimmt hier auf jeden Fall auf einer Trendwelle, was die Optik des Buches angeht. Das Cover ist modern gestaltet, wirkt teilweise aber auch etwas Retro a la Enid Blyton Bücher. Die Szene weckt Sehnsucht nach Freundschaft, Ferien und Strand. Der Farbschnitt ist mit seinen sommerlichen Motiven echt mega schön. Im Inneren werden die wichtigsten Charaktere der Insel vorgestellt. Alle Illustrationen sind farbig, die Töne wecken gute Laune. Schnell hat man die Mädchen kennengelernt. Sie verstehen sich super, obwohl jede auch ihre Eigenheiten hat. Man mag sie gern, weil sie sympathisch sind, hilfsbereit und einfach "normal". Teilweise fast schon zu ideal, bis dann Frida, die Neue auf der Insel eincheckt. Gerade Lene hat wirklich Probleme mit ihrer Art, die sehr unfreundlich dargestellt wird. Dahinter steckt aber natürlich etwas.

Eine Gastfamilie wird leider noch unsympathischer dargestellt, geradezu uneinsichtig, was etwas übertrieben ist und vielleicht den ein oder anderen nervt. Mir war es etwas zu viel in dem friedlichen Umfeld. Weitere Themen im Buch sind die erste Liebe, die ich schön dezent eingebracht empfunden habe, aber auch ernste Themen, die die Umwelt betreffen werden angesprochen. Eigentlich eine ganz unterhaltsame Mischung, die bestimmt vor allem viele Leserinnen ansprechen dürfte. Weniger gut fand ich den öfter mal ins Eintönige gehenden Schreibstil mit sich wiederholenden Satzmustern. Da wäre etwas mehr Dramatik und Abwechslung gut gewesen. Es kann aber auch sein, dass das durch die allzu vernünftigen Charaktere bedingt ist. So kam bei mir zwar ein tolles Ferienfeeling auf, aber echte Spannung oder Witz fehlte mir ein wenig. Mal sehen, wie das im zweiten Band umgesetzt wird. Für mich noch 4 Sterne