Inselsommer

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Sommer, Sonne, Ferien, Mädchenfreundschaften, verliebt sein. Das sind kurz die Stichworte, um die sich „Seaside Sisters“ Lenes Inselsommerglück von Mia Andersen dreht. Der Untertitel zeigt, dass eine der drei Hauptfiguren im Mittelpunkt des Mädchenbuches steht und deutet schon an, dass in den Folgebänden die Erlebnisse der anderen im Fokus stehen.
Die Hauptfiguren im 1. Band sind die Zwillinge Lene und Elsa, ihre Freundin Amba - ein Mädchentrio mit unterschiedlichen Interessen - zu dem sich ein viertes Mädchen gesellt, Frida. Diese verbringt mit ihrer Mutter einige Zeit in der „Silbermöwe“, dem Gästehaus von Lenes und Elsas Eltern. Nach einiger Zeit wird klar, dass Fridas Mutter vorhat, mit ihrer Tochter auf der Insel Rosenholm zu bleiben.
Sätze und Ausdrücke wie: „Der Morgen fing an, wie die Nacht aufgehört hatte: mit Quatschen, Gekicher und Gegacker.“ (S.119), Lene spürt „prickelndes Brausepulver im Bauch“ (z.B. S.145) und am Himmel stehen „Sahneeiswolken“ stehen für dieses liebevoll in pastelligen Farben gestaltete Mädchenbuch. Schöne farbige Illustrationen, Comic-Elemente und kleine kreative „Bonbons“ ergänzen den Text: Besonders ist die Verzierung der Schnittkante.
Aber zu den ersten Eindrücken gesellt sich dann die Rettung eines jungen Seehundes, verbunden mit dem Thema Umweltschutz. Lenes Ambitionen Journalistin zu werden, die im Nachspann aufgegriffen wird. Die Leserinnen erhalten Tipps, wie man diesen Beruf erlangen kann. Das passt und ist stimmig.
Etwas konstruiert wirkte auf mich die Gegenüberstellung von Fridas Mutter, die mit ihrer Lebensgefährtin zusammenziehen möchte, und dem Mädchengespann, das überwiegend traditionellen Mädchenhobbys wie Backen, Mode, Nähen und Muscheln anmalen nachgeht.