Wenn Ratgeber-Phrasen auf Küchenpsychologie treffen
Schon beim Durchblättern des Inhaltsverzeichnisses schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken: „Gesetz der Resonanz“, „Alles ist Energie“, „Du bekommst nicht, was du willst, sondern was du bist“ und der ewig gleiche 7-Schritte-Fahrplan zum perfekten Lebensglück. Es wird zwar in der Einleitung vollmundig beteuert, man wolle Manifestation ganz bodenständig, geerdet und ohne spirituellen Zuckerguss betrachten – doch im selben Atemzug wird einem genau die alte, toxische Leier aufgetischt: Deine innere Welt erschafft deine äußere Realität, äußere Umstände sind zweitrangig, und wer im Leben feststeckt, hat eben einfach noch die falschen Glaubenssätze im Kopf.
Diese Denkweise stößt mir extrem sauer auf. Zu behaupten, man sei niemals Opfer von Umständen und könne sich jede Beziehung, jeden finanziellen Erfolg und jedes Glück einfach herbei-entspannen und manifestieren, wischt reale Härten, soziale Ungleichheiten und echte Schicksalsschläge mit einer zynischen Handbewegung beiseite. Wenn dann auch noch Nelson Mandelas jahrzehntelange Haft als Beleg dafür herhalten muss, dass Selbstbestimmung ja nur eine Sache der eigenen inneren Haltung sei, driftet das für mich in eine bedenkliche Schieflage ab.
Die persönliche Geschichte mit den aufgetauchten Audiokassetten im Wohnzimmersessel liest sich zwar flüssig und nahbar herunter, bleibt aber am Ende das altbekannte Coaching-Versprechen, das man schon aus hundert anderen Lebenshilfe-Büchern kennt. Für Menschen, die Freude an Affirmationen, Meditation und dem Glauben an energetische Wunscherfüllung haben, mag das tröstlich klingen. Bei mir sorgt dieses endlose Kreisen um Selbstoptimierung und Schein-Autonomie schlicht für Augenrollen. Mir ist das viel zu viel esoterischer Dunstkreis und viel zu wenig handfeste, ungeschminkte Lebenswirklichkeit.
Diese Denkweise stößt mir extrem sauer auf. Zu behaupten, man sei niemals Opfer von Umständen und könne sich jede Beziehung, jeden finanziellen Erfolg und jedes Glück einfach herbei-entspannen und manifestieren, wischt reale Härten, soziale Ungleichheiten und echte Schicksalsschläge mit einer zynischen Handbewegung beiseite. Wenn dann auch noch Nelson Mandelas jahrzehntelange Haft als Beleg dafür herhalten muss, dass Selbstbestimmung ja nur eine Sache der eigenen inneren Haltung sei, driftet das für mich in eine bedenkliche Schieflage ab.
Die persönliche Geschichte mit den aufgetauchten Audiokassetten im Wohnzimmersessel liest sich zwar flüssig und nahbar herunter, bleibt aber am Ende das altbekannte Coaching-Versprechen, das man schon aus hundert anderen Lebenshilfe-Büchern kennt. Für Menschen, die Freude an Affirmationen, Meditation und dem Glauben an energetische Wunscherfüllung haben, mag das tröstlich klingen. Bei mir sorgt dieses endlose Kreisen um Selbstoptimierung und Schein-Autonomie schlicht für Augenrollen. Mir ist das viel zu viel esoterischer Dunstkreis und viel zu wenig handfeste, ungeschminkte Lebenswirklichkeit.