Verschlafene Gegend mit bizarrem Mord

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wolfram Avatar

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Nicht mehr so oft sieht man in Büchern am Anfang eine Landkarte, die einem den Ort, in dem die Geschichte spielt, visuell noch näher bringt. In welcher Straße passierte es? Wo muss man langfahren, wie weit ist A von B entfernt?
Schön, in "Septembermord" dieses kleine Detail einmal wieder zu sehen!

Sehr stimmungsvoll wird erzählt, wie ein Mann mitten in der Nacht nach Hause fährt und auf der Straße die bizarr hergerichtete Leiche auf dem Holzstuhl entdeckt.

Die große, dünne Kommissarin ("Toller Knochenbau" sagte einmal ein Fotograf zu ihr, die die 1,80 nie ganz geknackt hatte) schleppt sich übermüdet zum Tatort, dem ersten Mord seit Ewigkeiten in der verschlafenen Grafschaft, irgendwo in England.

Das Tempo der ersten Kapitel ist genau richtig: Abwechselnd etwas hektisch, dann wieder ruhiger - perfekt wird die Kehrseite von Polizeiarbeit und Bereitschaftsdienst erzählt - wenn was mitten in der Nacht passiert, rückst du mitten in der Nacht aus.
Ein grausamer Mord? Die Hälfte von dir hat professionelles Interesse, die andere fühlt mit dem Opfer.

Das Cover ist auffällig, aber nicht übertrieben. Versetzt einen gleich ins neblige England mit beeindruckenden alten Burgen.

Das kann ein spannendes Buch werden!