Viel versprechende Geschichte

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
butterfly72 Avatar

Von

Die Leseprobe hat mich von Anfang an gepackt. Chris Chibnall gelingt es, eine dichte und atmosphärische Stimmung aufzubauen, die sofort an die Qualität von "Broadchurch" erinnert. Das beschauliche Dorf wirkt zunächst idyllisch, doch schon nach wenigen Seiten wird deutlich, dass sich hinter der friedlichen Fassade zahlreiche Geheimnisse verbergen. Der spektakulär inszenierte Mordfall sorgt direkt für Spannung und weckt die Neugier auf die Hintergründe der Tat.

Besonders gelungen finde ich die Einführung der Ermittler Nicola Bridge und Harry Ward. Nicola kehrt in ihre Heimat zurück und muss sich nicht nur mit dem Mordfall, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Dadurch wirkt die Geschichte von Beginn an persönlicher und vielschichtiger als ein klassischer Krimi. Auch Harry Ward macht einen sympathischen Eindruck und verspricht eine interessante Dynamik innerhalb des Ermittlerduos.

Der Schreibstil liest sich flüssig und fast schon filmisch. Man merkt, dass Chibnall als Drehbuchautor Erfahrung darin hat, Szenen lebendig und bildhaft zu gestalten. Die Leseprobe setzt weniger auf rasante Action als auf Atmosphäre, Figurenzeichnung und die Frage, welche Geheimnisse die Dorfgemeinschaft verbirgt. Gerade dieser Mix aus Kleinstadtidylle, unterschwelliger Bedrohung und komplexen Charakteren hat mich neugierig auf den weiteren Verlauf gemacht.

Insgesamt hinterlässt die Leseprobe einen sehr guten Eindruck. Ich mag Krimis mit viel Atmosphäre, glaubwürdigen Figuren und einer geheimnisvollen Gemeinschaft. Für mich wirkt "Septembermord" wie ein vielversprechender Auftakt einer neuen Reihe, von der ich gerne mehr lesen möchte.