Das Geheimnis des Hirschkönigs
Chris Chibnalls „Broadchurch“ habe ich geliebt, die „Seven Dials“ hingegen konnten mich nicht überzeugen, weshalb ich einigermaßen skeptisch war, als ich die Verweise auf diese beiden Miniserien in den Verlagsangaben zu seinem Krimi-Debüt „Septembermord“ gesehen habe. Aber die Verortung der Handlung im westlichen Dorset an der englischen Südküste ist interessant, kenne ich doch die Gegend sehr gut, und auch die Angaben zum Inhalt kündigen eine spannende Story an.
Eine halbnackte, männliche Leiche, festgebunden auf einem Stuhl, mitten auf der Schnellstraße, auf dem Kopf ein Geweih. Mit Schnüren und Klebstoff befestigt. Es stellt sich heraus, dass es sich um den Wirt des „White Hart“, einem Pub im Dörfchen Fleetcombe handelt.
Mit dem Fall wird die erst kürzlich mit Mann und Kind aus Liverpool zugezogene DS Nicola Bridge betraut, die in dieser Gegend aufgewachsen ist. Unterstützt wird sie von DC Harry Ward aka Westlife, einem Neuling, der mangelnde Erfahrung durch Einsatzwillen ausgleicht, sowie temporär von DC Mel Hardiman, einem mürrischen Kollegen und As in Recherche und Datenanalyse. Eine Konstellation, die man in vielen, nicht nur englischen Kriminalromanen findet.
Und noch etwas ist in englischen Krimis nicht selten, nämlich die Beschreibung einer verschworenen Dorfgemeinschaft, ein Sammelsurium seltsamer Typen, wie z.B. Deakins, immer im Clinch mit seinen Nachbarn, aber auch mit den Touristen, die über seine Felder und Wiesen laufen, und von ihm mit einem Gewehr bedroht werden. Misstrauisch gegenüber allen, da er der Meinung ist, dass einem seiner Vorfahren vor hundert Jahren schreckliches Unrecht zugefügt wurde.
Und dann ist da noch das Kind, das sich tagtäglich auf dem Spielplatz versteckt. Shannon, das Mädchen, das unter dem Radar bleibt, sich aus Gründen nicht nach Hause traut, aus seinem Versteck alles beobachtet, was im Dorf geschieht, und unwissentlich die entscheidende Beobachtung macht.
Die Story ist, was zu erwarten war, gut geplottet. Ein bizarrer Mordfall, ein Team, das sich erst finden muss, Dorfbewohner mit Geheimnissen und natürlich jede Menge twists and turns. Man merkt den Profi, kann sich eine Verfilmung durchaus vorstellen, insbesondere da die Bilder, die Chibnallvon dieser ländlichen Gegend mit ihren Eigenheiten zeichnet, anschaulich, atmosphärisch und stimmig sind.
Und ja, der Krimi wurde bereits verfilmt. Die Dreharbeiten in Dorset sind abgeschlossen, aber ein Sendetermin (bei ITV) steht noch nicht fest.
Alles in allem very british, insbesondere die Schilderung des Dorflebens, die mich immer wieder an Beschreibungen erinnert hat, wie ich sie aus den Krimis von Agatha Christie kenne. Detailliert, aber nicht ganz so cosy wie bei der „Grande Dame“ des englischen Kriminalromans.
Eine spannende Ferienlektüre, vorzugsweise für den Urlaub im englischen Südwesten. Wie wäre es statt London mal mit Dorset?
Eine halbnackte, männliche Leiche, festgebunden auf einem Stuhl, mitten auf der Schnellstraße, auf dem Kopf ein Geweih. Mit Schnüren und Klebstoff befestigt. Es stellt sich heraus, dass es sich um den Wirt des „White Hart“, einem Pub im Dörfchen Fleetcombe handelt.
Mit dem Fall wird die erst kürzlich mit Mann und Kind aus Liverpool zugezogene DS Nicola Bridge betraut, die in dieser Gegend aufgewachsen ist. Unterstützt wird sie von DC Harry Ward aka Westlife, einem Neuling, der mangelnde Erfahrung durch Einsatzwillen ausgleicht, sowie temporär von DC Mel Hardiman, einem mürrischen Kollegen und As in Recherche und Datenanalyse. Eine Konstellation, die man in vielen, nicht nur englischen Kriminalromanen findet.
Und noch etwas ist in englischen Krimis nicht selten, nämlich die Beschreibung einer verschworenen Dorfgemeinschaft, ein Sammelsurium seltsamer Typen, wie z.B. Deakins, immer im Clinch mit seinen Nachbarn, aber auch mit den Touristen, die über seine Felder und Wiesen laufen, und von ihm mit einem Gewehr bedroht werden. Misstrauisch gegenüber allen, da er der Meinung ist, dass einem seiner Vorfahren vor hundert Jahren schreckliches Unrecht zugefügt wurde.
Und dann ist da noch das Kind, das sich tagtäglich auf dem Spielplatz versteckt. Shannon, das Mädchen, das unter dem Radar bleibt, sich aus Gründen nicht nach Hause traut, aus seinem Versteck alles beobachtet, was im Dorf geschieht, und unwissentlich die entscheidende Beobachtung macht.
Die Story ist, was zu erwarten war, gut geplottet. Ein bizarrer Mordfall, ein Team, das sich erst finden muss, Dorfbewohner mit Geheimnissen und natürlich jede Menge twists and turns. Man merkt den Profi, kann sich eine Verfilmung durchaus vorstellen, insbesondere da die Bilder, die Chibnallvon dieser ländlichen Gegend mit ihren Eigenheiten zeichnet, anschaulich, atmosphärisch und stimmig sind.
Und ja, der Krimi wurde bereits verfilmt. Die Dreharbeiten in Dorset sind abgeschlossen, aber ein Sendetermin (bei ITV) steht noch nicht fest.
Alles in allem very british, insbesondere die Schilderung des Dorflebens, die mich immer wieder an Beschreibungen erinnert hat, wie ich sie aus den Krimis von Agatha Christie kenne. Detailliert, aber nicht ganz so cosy wie bei der „Grande Dame“ des englischen Kriminalromans.
Eine spannende Ferienlektüre, vorzugsweise für den Urlaub im englischen Südwesten. Wie wäre es statt London mal mit Dorset?