ein dorf voller geheimnisse?
ich bin ziemlich schnell in diese typische krimi atmosphäre reingekommen in der man sofort merkt hier stimmt etwas ganz und gar nicht. ein kleines scheinbar friedliches dorf, ein grausam inszenierter mord und eine gemeinschaft die lieber schweigt als zu helfen.. genau diese mischung hat mich direkt neugierig gemacht. besonders spannend fand ich das nicht nur die suche nach dem täter im mittelpunkt steht sondern auch die frage warum ein ganzes dorf bereit ist wegzusehen. je mehr detective nicola bridge und dc harry ward herausfinden desto stärker hatte ich das gefühl das hinter jeder tür eine neue geschichte und hinter jedem menschen ein geheimnis steckt. die atmosphäre hat für mich viel ausgemacht. dieses abgeschiedene setting, die verschlossenen bewohner und die vielen kleinen widersprüche erzeugen genau diese spannung die ich bei guten britischen krimis mag. ich mochte außerdem das die ermittler nicht wie unfehlbare figuren wirken sondern selbst ihre eigenen geschichten und ecken mitbringen. dadurch fühlt sich der fall persönlicher an und nicht einfach wie eine reine rätselsuche. ich hatte beim lesen vor allem dieses klassische krimigefühl.. man sammelt hinweise, verdächtigt ständig jemand anderen und merkt irgendwann das man vielleicht doch nicht alles durchschaut hat. wer atmosphärische britische kriminalromane mit kleinen orten, großen geheimnissen und starken figuren mag könnte mit septembermord sehr viel spaß haben!! :)