konnte mich leider nicht überzeugen
Meinung: Das Cover und der Titel haben sofort meine Neugier geweckt. Ich habe mich auf einen atmosphärischen Krimi voller Geheimnisse gefreut, bei dem ich bis zur letzten Seite mitfiebern und miträtseln kann.
Ein grausam inszenierter Mord erschüttert das kleine Dorf Fleetcombe. Detective Nicola Bridge und DC Harry Ward übernehmen die Ermittlungen und stoßen auf eine Dorfgemeinschaft, in der jeder etwas zu verbergen scheint. Der Einstieg hat mich sofort gepackt und meine Neugier war riesig. Ich wollte unbedingt herausfinden, welche Geheimnisse sich hinter der Fassade dieses scheinbar ruhigen Dorfes verbergen.
Leider ließ meine anfängliche Begeisterung schon nach kurzer Zeit spürbar nach. Die Ermittlungen kamen für mein Empfinden einfach nicht richtig voran. Zwar wurden immer wieder neue Verdächtige und Hinweise präsentiert, doch die Handlung gewann nie die Dynamik, auf die ich die ganze Zeit gehofft habe. Irgendwann habe ich aufgehört mitzurätseln und wollte nur noch wissen, wie alles endet. Gerade das hat mich enttäuscht, denn die Geschichte hatte so viel Potenzial.
Auch mit dem Schreibstil bin ich nicht richtig warm geworden. Vielleicht lag es an der Übersetzung, doch viele Formulierungen wirkten auf mich holprig und haben meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen. Dadurch wurde ich regelmäßig aus der Geschichte gerissen und konnte nie vollständig in die Handlung eintauchen.
Nicola und Harry waren mir dagegen schnell sympathisch. Ihre Zusammenarbeit wirkte glaubwürdig und harmonisch und ich habe sie gerne bei ihren Ermittlungen begleitet.
Mein persönliches Highlight war ganz klar Fleetcombe. Das Dorf mit seinen verschlossenen Bewohnern wirkte geheimnisvoll, lebendig und gleichzeitig bedrückend. Jedes Gespräch schien eine verborgene Bedeutung zu haben und bei jeder Begegnung hatte ich das Gefühl, dass etwas verschwiegen wird.
Genau diese Atmosphäre hat mich bis zum Schluss weiterlesen lassen, auch wenn mich die eigentliche Handlung immer weniger fesseln konnte.
Die Auflösung hat mich am Ende tatsächlich überrascht. Leider kam sie für meinen Geschmack viel zu spät, denn zu diesem Zeitpunkt hatte mich die Geschichte längst verloren.
Für mich ist es ein Krimi, den man lesen kann, aber nicht unbedingt gelesen haben muss.