Krimi, der sehr ausschweifend ist

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
insel Avatar

Von

Dieser Krimi schien wie für mich gemacht zu sein, denn britisch, Dorf, neues Ermittlerteam und skurril drapierte Leiche, sowie erfolgreicher Drehbuchautor, das machte mich sehr neugierig. Der Einstieg in die Geschichte ist mir auch gut gelungen und ich mag die Beschreibungen der Szenarien und Figuren, doch hätte ich nicht schon gewusst, dass der Autor Drehbücher schreibt, so hätte ich trotzdem das Gefühl gehabt, dass sich es sich nach einem Filmstoff anhört bzw. liest. Im Film hätte ich vieles klasse gefunden, doch schwer zu erklären, beim Lesen empfand ich es als Regieanweisung oder es gab überflüssig wirkende Ausschmückungen, teilweise ganze Szenen. Trotzdem konnte ich mir einiges nicht vorstellen bzw. mich einfühlen.
Nicola und Harry bilden das Ermittlerteam, wobei zumindest von Nicolas Seite viel Privates erzählt wird, während Harrys nicht erwähnt wird, aber häufiger sein gutes Aussehen genannt wird. Mich nervte dies, insbesondere da Nicolas Gedanken sich auch immer wieder mit seiner Ausstrahlung beschäftigen.
Der Fall selber plätscherte eher so dahin, Spannung kam eher wenig auf, obwohl es viele Verdächtige gab. Am Ende konnte ich kaum fassen, wer das Verbrechen in seiner Brutalität begangen hatte. Zusätzlich gab es noch weitere kriminelle Aktivitäten und menschenverachtendes Verhalten.
Der Epilog hatte beinahe was familiäres, da fast alle Menschen noch mal aufeinandertrafen und ein kleines bisschen Lust auf ein Wiedersehen machten.
2,5 aufgerundet drei Sterne.