lesenwert - auf nach Fleetcombe

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leseeinhorn Avatar

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An der Seite von Nicola Bridge, gerade in die Heimat zurückgekehrt und ihrem jungen Kollegen Harry Ward durfte ich als Leser mich nach Fleetcombe begeben. Dort wurde der Wirt des kleinen englischen Dorfes ermordet. Seine Leiche wird grotesk inszeniert, irgendwie schauderhaft mit Hirschgeweih auf dem Kopf. Wer hat ein Motiv und wer ist der Mörder? An der Seite der beiden Ermittler hatte ich phasenweise das Gefühl "gegen eine Wand" zu laufen, denn die Dorfbewohner waren mehr als verschlossen. Welches Geheimnis wollen Sie schützen? Wen wollen sie decken? Warum?
Sympathisch finde ich v.a. Nicola. Ihre menschliche Seite wird sehr gut dargestellt. Der Autor lässt uns auch an ihrem Privatleben, an ihren Gedanken und Gefühlen sehr gut teilhaben. Dadurch wirkt sie für mich sehr realitätsnah. Das Zusammenwachsen als Ermittlerteam begleitet den Leser ebenso durch das Buch, wie der eigentliche Fall. Ich mag diese Mischung aus Ermittlung, Privatem und Unterhaltung. Phasenweise hatte ich das Gefühl der Fall "plätschert" so dahin und das "Drum herum" ist gerade im Fokus, aber mich hat das nicht gestört, denn der Autor schaffte es bei mir die Spannung konstant hoch zu halten. Das Ende überraschte mich. Damit hatte ich nun nicht gerechnet. Im Rückblick betrachtet wirkt die Auflösung stimmig.
Der Erzählstil des Autors hat mir sehr gut gefallen: angenehm zu lesen, wirkt "locker und leicht". Ich bin Chris Chibnall-Neuling und kannte daher die Serie Broadchurch auch nicht. Nach "Septembermord", der mir sehr gut gefallen hat, wird es nicht mein letztes Buch des Autors gewesen sein.

Fazit: ich hoffe es gibt mindestens eine Fortsetzung für Bridge und Ward