Myteriöser Mord

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annabell95 Avatar

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Im beschaulichen Dorf Fleetcombe wird die Ruhe abrupt zerstört, als der Betreiber des Pubs „White Hart“ ermordet aufgefunden wird. Die Leiche wurde auf erschreckende Weise zur Schau gestellt. Für Detective Nicola Bridge, die nach langer Zeit in ihre Heimat zurückkehrt, ist dieser Fall eine große Herausforderung. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Harry Ward beginnt sie zu ermitteln. Doch je tiefer sie in den Fall eintauchen, desto mehr Geheimnisse kommen ans Licht. Die Dorfbewohner halten sich bedeckt, Aussagen widersprechen sich, und hinter der idyllischen Fassade verbergen sich zahlreiche Lügen.

"Septembermord" ist der Auftakt in eine neue Serie mit dem Ermittlerduo Bridge & Ward.

Der Einstieg in die Story hat mir ganz gut gefallen. Der rätselhafte Mordfall und das kleine Dorf Fleetcombe haben mich direkt in die Geschichte gezogen und dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, was hinter allem steckt. Doch nach dem gelungegen Einstieg verlor die Handlung an Tempo. Trotz vieler verdächtigen Personen und immer neuen Hinweisen, kam die Ermittlungsarbeit nicht so wirklich voran und wurde zu langweilig. Es entstand das Gefühl, dass die Story über weite Strecken eher vor sich hinplätschert, anstatt die Spannung kontinuierlich zu steigern. Die Auflösung am Ende fand ich sehr vorhersehbar und es gab keinen Überraschungsmoment, wie man ihn meistens bei Krimis erwartet.

Das Ermittlerduo Nicola Bridge und Harry Ward konnte mich nicht vollständig erreichen. Beide sind grundsätzlich sympathisch, bleiben aber recht oberflächlich. Besonders schade fand ich, dass ich keine wirkliche emotionale Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Mit Nicolas Ehekrise wird zwar versucht, ihrer Figur mehr Tiefe zu verleihen, doch dieser Aspekt blieb für mich ebenfalls zu oberflächlich, um wirklich berühren oder interessieren zu können.

Der Schreibstil war gut zu lesen, aber hatte dennoch nichts Fesselndes an sich. Das Setting mit dem Dorf "Fleetcombe" konnte mich dafür überzeugen. Es wirkt düster, bedrückend und voller Geheimnisse. Die Dorfbewohner erscheinen verschlossen, jeder scheint etwas zu verbergen zu haben. Das hat zumindest für einen kleinen Teil an Spannung gesorgt.

Mein Fazit:
Ein Krimi mit einem atmosphärischen Dorfsetting, einem starken Beginn und einer geheimnisvollen Grundstimmung. Leider verliert die Geschichte im Verlauf deutlich an Spannung, die Figuren bleiben blass und die vorhersehbare Auflösung konnte mich nicht überzeugen. Es hatte durchaus Potenzial, was aber leider nicht ausreichend genutzt worden ist.