Solider Kriminalroman

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lilli333 Avatar

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Fleetcombe, Dorset. Das kleine Dorf gerät in Aufruhr, als Jim Tiernan, der Pächter des örtlichen Pubs grausig zur Schau gestellt tot aufgefunden wird.
Detective Sergeant Nicola Bridge ist gerade erst aus Liverpool in ihre alte Heimat gewechselt, um es etwas ruhiger angehen zu lassen. Tja, das war wohl nix. Die aktuellen Ermittlungen verschlingen ihre gesamten körperlichen und geistigen Kräfte. Unterstützt wird sie lediglich von dem Polizei-Quereinsteiger Harry Ward, einem Grünschnabel, der sich allerdings als ehrgeizig und clever erweist und Mel, der sich lieber am Schreibtisch hinter seinem Computer verschanzt als draußen den Spuren nachzugehen.

Mir gefiel es gut, wie Nicola und Harry sich immer besser kennen und schätzen lernen und schließlich nach anfänglichen Reibereien ein richtig gutes Team werden. Die Ermittlungen sind gut beschrieben und nachvollziehbar. Der Fall ist einigermaßen kurios und bald kommt der Verdacht auf, er könnte mit gleichartigen Morden, die vor genau hundert Jahren verübt wurden, zusammenhängen. Die Zahl der Verdächtigen ist groß - fast jede:r im Dorf hätte ein Motiv, denn Jim Tiernan hatte es mit Recht und Moral nicht so genau genommen. Man kann hier wunderbar miträtseln, kombinieren und spekulieren, um am Ende doch überrascht zu werden.

Eigentlich hat Chris Chibnall also alles richtig gemacht. Wir haben es hier mit einem soliden Krimi zu tun, bei dem alles stimmt, aber für 5 Sterne fehlt mir leider das gewisse Etwas, durch das das Buch sich von anderen abhebt.

„Septembermord“ ist der Auftaktband einer neuen Reihe. Es hat mir immerhin so gut gefallen, dass ich mich auf den 2. Band freue.