Spannender Auftakt mit toller Atmosphär

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julianm492 Avatar

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„Septembermord“ hat mich vor allem durch seine dichte Atmosphäre und die interessante Ermittlerkonstellation überzeugt. Chris Chibnall schafft es, die ruhige englische Landschaft mit einem düsteren Kriminalfall zu verbinden – wer „Broadchurch“ mochte, dürfte sich hier schnell wohlfühlen.

Besonders gelungen fand ich Bridge und Ward. Die beiden wirken nicht wie typische, glattgebügelte Ermittlerfiguren, sondern haben ihre Ecken, ihre Vergangenheit und eine interessante Dynamik miteinander. Dadurch geht es nicht ausschließlich um die Aufklärung des Falls, sondern auch um die Menschen dahinter.

Der Kriminalfall selbst entwickelt sich spannend und hält einige Wendungen bereit. Zwischendurch hätte die Handlung für meinen Geschmack etwas mehr Tempo vertragen können, da manche Passagen recht ausführlich geraten sind. Dafür nimmt sich Chibnall viel Zeit für Figuren, Schauplätze und Atmosphäre, wodurch man immer tiefer in die Geschichte hineingezogen wird.

Sehr gefallen hat mir außerdem, dass der Roman nicht nur auf möglichst viele Schockmomente setzt. Die Spannung entsteht eher langsam und unterschwellig, und gerade dadurch wollte ich wissen, was tatsächlich hinter dem Fall steckt.

Insgesamt ist „Septembermord“ für mich ein gelungener Auftakt der Reihe um Bridge und Ward. Atmosphärisch, spannend und mit zwei Hauptfiguren, von denen ich gerne noch mehr lesen möchte.