Ein Sommer voller Leichtigkeit und Magie

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rebecca.dh Avatar

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Schon beim Lesen der ersten Seiten von "Sie flogen einen Sommer lang" von Penelope Farmer hatte ich das Gefühl, in eine ganz eigene Welt einzutauchen. Die Atmosphäre rund um Aviary Hall, dieses etwas verwunschene Haus voller Vögel, Gärten und kleiner Details, hat mich sofort angesprochen. Alles wirkt ruhig, ein bisschen aus der Zeit gefallen und gleichzeitig voller Möglichkeiten.

Besonders schön fand ich die Dynamik zwischen den beiden Schwestern: Emma, die neugierig und offen auf alles zugeht, und Charlotte, die vorsichtiger ist und mehr hinterfragt. In dieser Gegenüberstellung konnte ich mich selbst immer wieder wiederfinden. Gerade Charlotte hat mich schnell interessiert, weil sie Dinge spürt, die sich nicht sofort erklären lassen.

Der Moment, in dem die beiden dem Jungen begegnen, hat mich sofort gepackt. Er wirkt geheimnisvoll, fast wie nicht ganz von dieser Welt und dass ihn anscheinend niemand sonst richtig wahrnimmt, hat bei mir direkt für eine leise Gänsehaut gesorgt. Gleichzeitig passiert alles ganz ruhig, fast beiläufig, was die Geschichte für mich noch faszinierender macht. Man wird nicht mit Magie „überrollt“, sondern entdeckt sie Schritt für Schritt.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Sprache: sehr bildhaft, ruhig und irgendwie sanft. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst durch diesen Sommer zu gehen, die Wärme zu spüren, die Geräusche zu hören, den Himmel zu sehen. Diese Stimmung bleibt hängen.

Ich habe den Eindruck, dass sich hinter der scheinbar leichten Geschichte noch viel mehr verbirgt, etwas Melancholisches, vielleicht auch eine Geschichte über Abschied oder Veränderung. Genau das macht mich neugierig, wie sich alles weiterentwickelt, vor allem, welches Geheimnis der Junge mit sich bringt. Ich würde das Buch unglaublich gerne weiterlesen, weil es sich jetzt schon echt besonders anfühlt.