Wo die Kindheit fliegen lernte

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Eine sehr poetische und atmosphärische Geschichte, die sofort eine besondere Stimmung erzeugt.

Im Mittelpunkt stehen Charlotte und ihre kleine Schwester Emma, deren größter Traum das Fliegen ist. Dieser Traum wird plötzlich Wirklichkeit, als sie einem geheimnisvollen Jungen begegnen, der ihnen beibringt, sich frei durch die Luft zu bewegen. Schon bald fliegen nicht nur die beiden Schwestern, sondern sogar ihre ganze Klasse gemeinsam durch den Sommer: zum Meer, zu Picknicks und durch die Nacht unter dem Mond.

Besonders eindrücklich finde ich die Mischung aus kindlicher Leichtigkeit und einer leisen, melancholischen Grundstimmung. Während der Sommer voller Freiheit, Abenteuer und fast magischer Momente steckt, schwingt gleichzeitig etwas Geheimnisvolles mit – vor allem durch den Jungen, den nur die Kinder sehen können. Diese Andeutungen sorgen dafür, dass die Geschichte trotz ihrer Leichtigkeit immer wieder nachdenklich wird.
Auch die Illustrationen tragen viel zur Atmosphäre bei. Sie wirken stimmungsvoll und poetisch und verstärken das Gefühl eines besonderen, fast entrückten Sommers.

Insgesamt ist es eine berührende, fantasievolle Geschichte über Kindheit, Veränderung und das Erwachsenwerden – voller Magie, aber auch mit einem leisen Gefühl von Abschied.