Ein geheimnisvoller Sommer

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gerwine ogbuagu Avatar

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Dieses wunderbare Buch verdanken wir dem Insel Verlag. Die Autorin Penelope Farmer hat sich so einzigartig in die Köpfe von Kindern hineinversetzt, wie es Autoren für Kinderbücher zu Eigen ist. Hier jedoch liest man eine Geschichte, die sich mit einem der Urträume der Menschheit beschäftigt, der sogar schon Kinder fasziniert und nicht nur Ikarus – dem Fliegen. Dazu hat die Illustratorin Barbara Yelin Bilder geschaffen, die das Geheimnisvolle noch verstärken, da sie in schwarz-weiß gehalten sind. Das wunderschöne Vorsatzpapier stellt einen sommerlichen Wolkenhimmel dar. Man ist sofort fasziniert, wie Farmer die Geschichte aufbaut und weiter führt.
Der Junge den die Schwestern Emma und Charlotte treffen hat ein eigenartiges Gesicht, dazu kastanienbraune Augen. So wie er beschrieben und gemalt ist, drängt sich einem die Vermutung auf, dass er ein Vogelartiger sein könnte. Sogar ernährt er sich von Insekten beobachten die Kinder…Auch die weitere Beschreibung des Jungen enthält Vergleiche mit Vögeln. Außerdem geht er nicht zur Schule, wie er Charlotte und Emma erzählt. Er wird durchgehend „der Junge“ genannt. So machen sich die Kinder oft Gedanken, wie der Junge wohl heißt und woher er kommt… Auf die Einladung der beiden folgt er ihnen in die Schule. Im Klassenzimmer sitzt er auf dem Fußboden aber niemand scheint ihn zu bemerken. Er freundet sich mit den Kindern an und bringt ihnen das Fliegen bei. Die Sprache ist sehr fantasievoll, sogar die Pollen aus den Blüten der Blumen, die auf der Fensterbank stehen, werden beschrieben und in einer Zeichnung festgehalten. Die ganze Schulbeschreibung fühlt sich sehr lebendig an. Dazu die Charakteristika der Lehrerin, sowie ihre inneren Befindlichkeiten. Das Denken der Kinder in der Klasse beschreibt Pamela Farmer einfühlsam. Auch der Gärtner steht auf Seiten der Kinder. Der Einband ist wunderschön und einladend in seiner Farbgebung. Die Namen der Jungen – Ginger Apple und Totty Feather sind auch ungewöhnlich so wie Robert Fumkins. Der Name „Feather“ erscheint öfter. Die Geschichte steuert auf ein Geheimnis zu, das wir auflösen können, wenn wir sie fertig lesen – ohne etwas vor Spannung zu überschlagen…