Frei wie die Vögel im Wind

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josilea Avatar

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„Sie flogen einen Sommer lang“ lässt sich als zeitloser Kinderbuchschatz beschreiben, der in der neu gestalteten Ausgabe mit den Illustrationen von Barbara Yelin in neuem Glanz erscheint. Die Geschichte entführt in einen magischen Sommer, in dem die Schwestern Charlotte und Emma einem geheimnisvollen Jungen begegnen, der ihnen das Fliegen beibringt.

Von Beginn an entfaltet das Buch eine leichte, schwebende Atmosphäre. Penelope Farmers klare, unaufgeregte Sprache lässt Hitze, Licht und Stimmung des Sommers lebendig werden. Der leicht altmodische Tonfall aus den 1960er-Jahren wirkt dabei nicht störend, sondern verleiht der Erzählung eine besondere nostalgische Note, die sie wohltuend von modernen Kinderbüchern abhebt.

Die neuen Illustrationen unterstreichen den poetischen Charakter des Textes und fangen die ruhige, geheimnisvolle Stimmung ein. Sie begleiten die Erlebnisse der Schwestern behutsam und vertiefen die Atmosphäre.

Etwa in zweiten Teil gewinnt die Handlung an Spannung: Fantasie, Abenteuer und ein Hauch Rätselhaftigkeit verbinden sich zu einer fesselnden Geschichte über Familie, Zusammenhalt und Freiheit. Die Figuren wirken glaubwürdig und ihre Beziehungen berühren.

Ein Buch für Kinder ab der vierten Klasse – und ebenso für Erwachsene, die sich von einer poetischen Erzählung über Kindheit, Übergänge und die Magie des Möglichen verzaubern lassen möchten.