zart-melancholische, phantastische Sommergeschichte

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nomikiki Avatar

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Penelope Farmer`s "The Summer Birds" erschien ursprünglich 1962 und ist in Großbritannien ein Kinderklassiker.Es ist der Auftaktband zu mehreren Bücher über die beiden Schwestern Charlotte und Emma Makepeace.Diese wachsen bei einem mürrischen Großvater und seiner faulen Haushälterin in einem alten Herrenhaus auf.
Manchmal würde die ältere Charlotte gerne so fliegen wie die Schwalben am Himmel - ein alter Traum der Menschheit, welcher in diesem Sommer Realität wird.
Denn Charlotte und Emma begegenen einem vogelähnlichen Jungen, den nur sie und andere Kinder sehen können und er will ihnen und ihrer Schulklasse in diesem Sommer das Fliegen beibringen...
"Sie flogen einen Sommer lang" ist eine unspektakuläre Geschichte über die Sehnsucht nach Freiheit, aber auch die Angst vor Veränderung und dem Erwachsen-werden, die bis dato verdrängt wurde.
Farmer lässt uns in die Köpfe ihrer Protagonisten schauen, fängt stimmig ihre Gefühlslage und auch die Begeisterung, fliegen zu können, ein.Noch spannender ist es aber, es gleichzeitig vor den Erwachsenen zu verstecken!
Als der Junge am Ende des Sommers jedoch allen anbietet, mit ihm zu kommen und für immer jung zu bleiben und fliegen zu können,
ist es die vernünftige Charlotte, die dies den anderen ausredet und ihnen aufzeigt, wohin sie gehören.
Und so fliegt der unbekannte Junge nur mit einem Mädchen auf und davon und ein ganz besonderer Sommer ist für immer vorbei.
Mit stimmungsvollen Aquarell-und sw-Tusche-Illustrationen von Barbara Yelin dazu, eine fast poetische, leise-melancholische Geschichte, die man ev. vorlesen sollte, um sie Kindern ab 9J.aufwärts zu erschließen.