Wer gilt eigentlich als „normal“ – und wer entscheidet das?
Mit Sie wollen uns erzählen legt Birgit Birnbacher einen ebenso klugen wie berührenden Roman vor, der Leichtigkeit und Ernst meisterhaft verbindet.
Im Mittelpunkt steht Oz, ein Junge mit ADHS, dessen Blick auf die Welt ebenso eigenwillig wie entwaffnend ehrlich ist. Schon der Einstieg – sein kindlicher Wunsch nach einer „kleinen Katastrophe“, um einem unangenehmen Gespräch zu entgehen – zeigt den feinen Humor, der das Buch durchzieht. Doch was zunächst verspielt wirkt, gewinnt rasch an emotionaler Tiefe, als die Zilly-Oma verschwindet und die Familie aus dem Gleichgewicht gerät.
Besonders eindrucksvoll ist die Figur der Mutter Ann. Ihr „flirrendes Nervenkostüm“ macht sie nahbar und verletzlich. Birnbacher erzählt mit großer Empathie vom Ringen einer Mutter, die ihr Kind gegen vorschnelle Zuschreibungen verteidigt – gegen schulische Normen, gesellschaftliche Erwartungen und die oft bequemen Erklärungen der Außenwelt.
Im Mittelpunkt steht Oz, ein Junge mit ADHS, dessen Blick auf die Welt ebenso eigenwillig wie entwaffnend ehrlich ist. Schon der Einstieg – sein kindlicher Wunsch nach einer „kleinen Katastrophe“, um einem unangenehmen Gespräch zu entgehen – zeigt den feinen Humor, der das Buch durchzieht. Doch was zunächst verspielt wirkt, gewinnt rasch an emotionaler Tiefe, als die Zilly-Oma verschwindet und die Familie aus dem Gleichgewicht gerät.
Besonders eindrucksvoll ist die Figur der Mutter Ann. Ihr „flirrendes Nervenkostüm“ macht sie nahbar und verletzlich. Birnbacher erzählt mit großer Empathie vom Ringen einer Mutter, die ihr Kind gegen vorschnelle Zuschreibungen verteidigt – gegen schulische Normen, gesellschaftliche Erwartungen und die oft bequemen Erklärungen der Außenwelt.