ADHS und seine Schattenseiten

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„Der Bub ist einer, den man eher für die Party, aber nicht für die Tischgruppe in der Kommunionsvorbereitung will.“ Seite 32

INHALT
Neurodivergenz und psychische Störungen wecken immer mein größtes Interesse. Nicht nur in Form von Sachbüchern, sondern gern (und vor allem) auch in Romanen. Dieses hier sprach mich direkt an! Oz hat ADHS. Und auch seine Mutter ist betroffen. Wir begleiten beide auf ihrem Weg durch schwere und auch gute Zeiten. Durch wilde, chaotische und sanftere. Es geht um die Gefühlswelt einer Mutter, um kleine und große Sorgen und ganz viel Mut, den es braucht. Was passiert eigentlich mit Menschen, die aus der ‚Norm‘ fallen?

„Fokus. Er stellt sich jetzt mal das violette Lama vor. Die Lerntherapeutin hat gesagt, dass er das so tun soll, wenn er sich konzentrieren will. Das Violette Lama ist sein Konzentrationstier, also denkt er: Lama. Und: violett. Es hilft überhaupt nicht. Deswegen denkt er: Fokus.“ Seite 15

EINDRUCK UND FAZIT
Welch ein wichtiges Thema! Ich bin durch dieses Buch durchgerannt, auch wenn ich es sprachlich herausfordernd fand. Kernaussage: Nerodivergenz ist keine ansteckende Krankheit. Man kann mit den Menschen sprechen und sie kennen- (und lieben) lernen! Man kann und sollte einfach manchmal hinter die Fassage schauen und vorweg nicht urteilen. Da beide Personen beschrieben werden, kann man sich als Leser*in gut hineinfühlen. In beide. In Mutter und Sohn. In die Unterschiedlichkeit - und auch in die Gleichheit beider. Oz verliert sich in eine Fantasiewelt, ein spannender (und gar nicht so selten vorkommender Weg). Für alle die, die gern mehr über das Thema erfahren wollen. Roh und authentisch. Lest es!