Eine sehr gut erzählte Geschichte von Oz und Ann

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emacado Avatar

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Das Cover "Sie wollen uns erzählen" ist ansprechend, hat aber relativ wenig mit dem Inhalt zu tun.
Inhaltlich geht es in dem Buch um Oz, der etwas blödes in der Schule angestellt hat und sich wünscht, dass etwas schreckliches passiert, das seine Mama so ablenkt, dass er ihr den Brief, über das was vorgefallen ist, nicht geben muss.
Als Oz heim kommt, stellt er fest, dass es geklappt hat: seine Mama Ann hat keinen Kopf für ihn und hat sogar vergessen, dass Zeugnistag ist.
Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil die Gedanken sehr sprunghaft dargestellt sind und die Handlungsstränge von Oz und Ann zum Teil sehr stark miteinander verwoben sind, aber insgesamt fand ich es sehr gelungen und die Figuren Ann und Oz sind sehr authentisch geworden.
Anfangs hat mich das Buch noch nicht sofort gepackt, aber man konnte sich wirklich sehr gut in Oz hineinversetzen und im zweiten Teil des Buchs wollte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen.
Am Ende hab ich mich allerdings schon gefragt, was denn nun eigentlich mit Nell ist. Dass sie sich nirgendwo meldet ist schon sehr eigenartig und verantwortungslos!
Ansonsten kann ich das Buch sehr empfehlen - es ist kurzweilig und gleichzeitig sehr einfühlsam geschrieben.