Einfühlsam und sprachlich schön
„Autobahnen nennt Rottensteiner das. Ann bildet einfach keine Autobahnen. Jeder noch so kleine Gedanke, jede noch so winzige Irritation führt auf Seitenstraßen, Abwege, Verzweigungen“. Und genau das sind die Herausforderungen für Ann und ihren Sohn Oz. Ob das nun als ADHS oder neurotypisch oder wie auch immer diagnostiziert wird, es macht beiden den Alltag schwer.
Und so umkreisen sie sich den ganzen Tag. Beobachten, versuchen zu auszugleichen und gegenzusteuern. Sehr feinfühlig sind sie beide und haben stets ihre Antennen ausgefahren. Oz möchte die Wut- und Schreiausbrüche der Mutter verhindern („Oz betrachtet seine Mutter, wie sie hinauf zum Leipziger schaut und ihre Ader bekommt. …. Seine Mama weiß, dass man Fremde nicht anschreit, …, besinnt Ozzy sich und hofft, dass auch sie selbst das im Augenblick nicht vergisst“). Ann ist bemüht, ihrem Sohn Stabilität und das Gefühl des „Normalen“ zu geben. Diese Anstrengung beschreibt Birgit Birnbacher mit tollen Worten, und Gedanken. Wie sich Oz flüchtet in eine hochkomplexe Phantasiewelt, wie Ann versucht, allem gerecht zu werden.
Erst als auch noch Anns Mutter verschwindet und die Situation fast unbewältigbar erscheint, lernen beide, etwas loszulassen. Anzunehmen, was ist und sich wirklich zu stützen.
Das Buch geht unter die Haut. Birgit Birnbacher beschreibt aus neutraler Position beide Rollen, Mutter und Sohn. Und so ist man als Leser auch beiden gleichermaßen verbunden, möchte unterstützen beim Kampf um Zufriedenheit und sie selbst sein.
Bei den wunderbaren Sprachbildern bedient sich die Autorin ihrer österreichischen Sprache. Das bringt wirklich Abwechslung, sind manche Begriffe doch für mich nicht im alttäglichen Sprachgebrauch üblich.
Toll ist auch das Cover. Es erinnert in den Farben an „Wovon wir leben“.
Und so umkreisen sie sich den ganzen Tag. Beobachten, versuchen zu auszugleichen und gegenzusteuern. Sehr feinfühlig sind sie beide und haben stets ihre Antennen ausgefahren. Oz möchte die Wut- und Schreiausbrüche der Mutter verhindern („Oz betrachtet seine Mutter, wie sie hinauf zum Leipziger schaut und ihre Ader bekommt. …. Seine Mama weiß, dass man Fremde nicht anschreit, …, besinnt Ozzy sich und hofft, dass auch sie selbst das im Augenblick nicht vergisst“). Ann ist bemüht, ihrem Sohn Stabilität und das Gefühl des „Normalen“ zu geben. Diese Anstrengung beschreibt Birgit Birnbacher mit tollen Worten, und Gedanken. Wie sich Oz flüchtet in eine hochkomplexe Phantasiewelt, wie Ann versucht, allem gerecht zu werden.
Erst als auch noch Anns Mutter verschwindet und die Situation fast unbewältigbar erscheint, lernen beide, etwas loszulassen. Anzunehmen, was ist und sich wirklich zu stützen.
Das Buch geht unter die Haut. Birgit Birnbacher beschreibt aus neutraler Position beide Rollen, Mutter und Sohn. Und so ist man als Leser auch beiden gleichermaßen verbunden, möchte unterstützen beim Kampf um Zufriedenheit und sie selbst sein.
Bei den wunderbaren Sprachbildern bedient sich die Autorin ihrer österreichischen Sprache. Das bringt wirklich Abwechslung, sind manche Begriffe doch für mich nicht im alttäglichen Sprachgebrauch üblich.
Toll ist auch das Cover. Es erinnert in den Farben an „Wovon wir leben“.