Emotional und mitreißend
Birgit Birnbacher schreib mit so viel Emotionen und Mitgefühl, dass es nicht schwer fällt, sich voll und ganz in Oz Welt hinein zu versetzen. Es scheint sogar sehr schwer, das Buch wieder weg zulegen. Mitreißend und spannend erzählt sie die Geschichte von Oz und seiner Mutter Ann. Oh hat ADHS und seine Schwierigkeiten, sich in der Welt, wie sie voran funktioniert zurechtzufinden. Ann, die selbst im Leben lang mit ADHS sich Leben gehen musste und in ihrer Kindheit sehr oft in die Regeln und die Werte der anderen gezwängt wurde, versucht ihr Bestes, im Kind ein möglichst freies Leben zu schaffen. Es sind am letzten Schultag nicht nur ein super Zeugnis, sondern auch ein weißer Brief mit der Information eines Disziplinarverfahrens auf Oz wartet, geht er voller Angst nach Hause. Doch weder das eine, noch das andere sind plötzlich von Belang, da die Großmutter Cilly, die eigentlich im Krankenhaus sein sollte, verschwunden ist. Eine abenteuerliche Suche beginnt. Ich möchte nicht so viel verraten. Birnbacher schafft es in jedem Fall sehr authentisch, das Thema ADHS zu thematisieren und auch dafür zu sensibilisieren, dass Neurodivergente Menschen eben nicht genauso funktionieren, wie „jeder andere“. Definitiv eine Leseempfehlung!