Knisternde Nerven
Ein kleines Buch mit einem spannenden Blick auf die Welt. Im Roman "Sie wollen uns erzählen" geht es um Ann - eigentlich Annegret und ihre Familie. In der Kindheit war es noch egal, dass sie lauter und wilder waren als andere und jetzt ist sie selbst Mutter und viel zu oft überfordert, weil etwas nicht schnell genug geht, weil ihr Kind nicht ins Raster passt und sie zwischen dem Wunsch nach Anpassung und der Angst ihr Kind zu verbiegen oder mit irgendwelchen Diagnosen zu stigmatisieren schwankt. Dabei ist das Kind bereits in der dritten Klasse und das Schuljahr herausfordernd. Statt einem schönen Start in die Ferien gerät aber erst einmal alles durcheinander, denn am letzten Schultag gibt es da diesen Vorfall mit den Hasen und dann gibt es da auch noch diesen Vorfall mit der Zillioma, der sie zwingt aufzubrechen und da gibt es noch ihre Schwester Nell, die nicht versucht sich anzupassen, sondern ihre Unangepasstheit wie ein Schutzschild vor sich herträgt.
Zwischen all den losen Strängen kann der Leser hier einen Blick in eine andere Gedankenwelt werfen und sieht, wie sehr sich diese Frau bemüht und wie schwer wir als Gesellschaft es Leuten machen, die sich nicht in unsere Normen pressen lassen. Mich hat das Buch gefesselt und gut unterhalten und ich habe einen kleinen Eindruck davon bekommen, wie vielleicht manche anderen Gehirne funktionieren. Die Sprache hat mich sehr gut abgeholt und mitgenommen.
Zwischen all den losen Strängen kann der Leser hier einen Blick in eine andere Gedankenwelt werfen und sieht, wie sehr sich diese Frau bemüht und wie schwer wir als Gesellschaft es Leuten machen, die sich nicht in unsere Normen pressen lassen. Mich hat das Buch gefesselt und gut unterhalten und ich habe einen kleinen Eindruck davon bekommen, wie vielleicht manche anderen Gehirne funktionieren. Die Sprache hat mich sehr gut abgeholt und mitgenommen.