Lebendig erzählt

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quincyliest Avatar

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Das farbenfrohe und ausdrucksstarke Cover gefällt mir sehr gut. Es passt hervorragend zu der Geschichte. Flirrend und bunt sind auch die Gedankengänge von Ann und ihrem kleinen Sohn Ozzy, deren Geschichte von Birgit Birnbacher mit feiner Beobachtungsgabe erzählt wird. Mutter und Sohn haben beide Schwierigkeiten hinsichtlich der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung, kurz ADHS genannt.
Oz hat einen Brief der Lehrerin, den er der Mutter geben soll. Er wünscht sich eine Katastrophe herbei. Während er sich den Kopf zerbricht, ist längst etwas passiert.
Birgit Birnbacher erzählt in einer besonderen Sprache, die die sprunghafte Gedankenwelt der Protagonisten veranschaulicht. Es wird deutlich, mit welchen Schwierigkeiten neurodivergente Menschen konfrontiert sind. Mutter und Sohn beobachten, kontrollieren und korrigieren sich gegenseitig.
Der Roman hat mich zwar nicht komplett überzeugt, aber er regt zum Nachdenken an.