Meisterhaft erzählt
Birgit Birnbachers neuer Roman „Sie wollen uns erzählen“ widmet sich einem sensiblen Thema und das in einer besonderen Erzählweise, auf die man sich einlassen muss.
Der neunjährige Oz lebt mit ADHS, ebenso wie seine Mutter Ann, bei der er seit der relativ frischen Trennung der Eltern allein aufwächst. Eigentlich sollte der Zeugnistag mit einem Fest enden, doch stattdessen geschieht in der Schule etwas Schreckliches. Auf dem Heimweg kreisen Oz’ Gedanken unaufhörlich darum, wie er seiner Mutter den Brief seiner Lehrerin erklären soll.
Zu Hause angekommen, erwartet ihn jedoch eine völlig unerwartete Situation. Seine Mutter ist kreidebleich, ein Notfall. Oz’ Großmutter ist aus dem Krankenhaus, in dem sie operiert werden sollte, verschwunden. Überstürzt werden einige Sachen gepackt, und Oz’ Geständnis muss zunächst warten.
Der Erzählstil des Romans ist außergewöhnlich: Birnbacher verzichtet vollständig auf direkte Rede und lässt die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Oz und Ann entstehen. So erzeugt sie eine dichte, beinahe rastlose Gedankenwelt, die das Innenleben der Figuren eindrucksvoll widerspiegelt.
Einfühlsam und berührend zeigt die Autorin, welche Herausforderungen ADHS für den Familienalltag und die Beziehungen mit sich bringt. Trotz der Schwere des Themas gibt es immer wieder Momente, die ein Schmunzeln hervorrufen. Die Geschichte zieht einen schnell in ihren Bann und bleibt lange nach dem Lesen im Kopf.
Ein bewegender Roman, der nachhallt und absolut lesenswert ist.
Der neunjährige Oz lebt mit ADHS, ebenso wie seine Mutter Ann, bei der er seit der relativ frischen Trennung der Eltern allein aufwächst. Eigentlich sollte der Zeugnistag mit einem Fest enden, doch stattdessen geschieht in der Schule etwas Schreckliches. Auf dem Heimweg kreisen Oz’ Gedanken unaufhörlich darum, wie er seiner Mutter den Brief seiner Lehrerin erklären soll.
Zu Hause angekommen, erwartet ihn jedoch eine völlig unerwartete Situation. Seine Mutter ist kreidebleich, ein Notfall. Oz’ Großmutter ist aus dem Krankenhaus, in dem sie operiert werden sollte, verschwunden. Überstürzt werden einige Sachen gepackt, und Oz’ Geständnis muss zunächst warten.
Der Erzählstil des Romans ist außergewöhnlich: Birnbacher verzichtet vollständig auf direkte Rede und lässt die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Oz und Ann entstehen. So erzeugt sie eine dichte, beinahe rastlose Gedankenwelt, die das Innenleben der Figuren eindrucksvoll widerspiegelt.
Einfühlsam und berührend zeigt die Autorin, welche Herausforderungen ADHS für den Familienalltag und die Beziehungen mit sich bringt. Trotz der Schwere des Themas gibt es immer wieder Momente, die ein Schmunzeln hervorrufen. Die Geschichte zieht einen schnell in ihren Bann und bleibt lange nach dem Lesen im Kopf.
Ein bewegender Roman, der nachhallt und absolut lesenswert ist.