Turbulenter Familienroman mit Kaninchen
Oz hat es schon so nicht einfach in der Schule. Immer mal wieder muss seine Mutter vorsprechen, immer mal wieder fällt er auf. Denn Oz ist anders. Oz hat ADHS und während des Unterrichts "... schläft das Gehirn ein" oder aber es "galoppiert davon". Wahlweise. Als nun aber genau am letzten Schultag ein Kaninchen zu Tode kommt und er und seine Freunde nicht ganz unschuldig daran sind, da wird ihm doch bange. Mit einem drohenden weißen Brief in der Tasche muss er heim und beichten. Da wartet auch schon seine Mutter, empirische Sozialwissenschaftlerin, möglicherweise auch überlastet. Sie besucht das "Impulskontrolltraining" und ist eher der "Pulverfass-Typ". Bevor aber Oz beichten kann, überrollt seine Mutter ihn mit der Nachricht, dass seine Oma Zilly weg ist und ihre Hilfe benötigt.
Mutter und Sohn begeben sich auf eine Art Roadtrip der anderen Art. Irgendwann kommt die Tante Nell dazu, auch der "Leipziger" hilft der Familie. Und über allem schwebt dieser weiße Brief, der in Oz' Tasche brennt.
Birgit Birnbacher hat hier einen rasanten Mutter-Sohn-Roman der anderen Art geschrieben. Man fiebert die ganze Zeit über mit dem armen Oz mit, der offensichtlich so gar nichts für diesen Brief kann aber allein über seine Krankheit schnell in die Schusslinie gerät. Und auch mit Ann kann man mitfühlen, die so häufig an ihre emotionalen Grenzen kommt.
Birnbachers Sprache greift das (emotionale) Tempo unserer beiden Protagonisten auf; lange, verschachtelte Sätze, kurz und rasant. Auch "Nebenthemen" werden da schnell mal aufgegriffen, eben weil diese auch unsere beiden Figuren beschäftigen. Das passt perfekt zur Story, hat mich aber leider überhaupt nicht abgeholt. Zu wirr und durcheinander war mir das alles. Oder um bei einem Bild aus dem Roman zu bleiben, so sind wir nicht über die Autobahn zum Ziel gefahren, sondern über Land- und Dorfstraßen. Mir persönlich hätte da die Bundesstraße genügt! Schade!
Mutter und Sohn begeben sich auf eine Art Roadtrip der anderen Art. Irgendwann kommt die Tante Nell dazu, auch der "Leipziger" hilft der Familie. Und über allem schwebt dieser weiße Brief, der in Oz' Tasche brennt.
Birgit Birnbacher hat hier einen rasanten Mutter-Sohn-Roman der anderen Art geschrieben. Man fiebert die ganze Zeit über mit dem armen Oz mit, der offensichtlich so gar nichts für diesen Brief kann aber allein über seine Krankheit schnell in die Schusslinie gerät. Und auch mit Ann kann man mitfühlen, die so häufig an ihre emotionalen Grenzen kommt.
Birnbachers Sprache greift das (emotionale) Tempo unserer beiden Protagonisten auf; lange, verschachtelte Sätze, kurz und rasant. Auch "Nebenthemen" werden da schnell mal aufgegriffen, eben weil diese auch unsere beiden Figuren beschäftigen. Das passt perfekt zur Story, hat mich aber leider überhaupt nicht abgeholt. Zu wirr und durcheinander war mir das alles. Oder um bei einem Bild aus dem Roman zu bleiben, so sind wir nicht über die Autobahn zum Ziel gefahren, sondern über Land- und Dorfstraßen. Mir persönlich hätte da die Bundesstraße genügt! Schade!