Wenn Gedanken keine Autobahnen kennen
„Sie wollen uns erzählen“ von Birgit Birnbacher ist kein Buch, das man einfach so wegliest. Man muss sich ein bisschen darauf einlassen, wie es geschrieben ist, sonst verliert man schnell den Anschluss. Die Gedanken von Ann und ihrem Sohn Oz laufen nicht geradlinig, sondern springen dauernd irgendwohin, verzweigen sich, kommen zurück oder bleiben einfach hängen. Genau das macht aber auch den Reiz aus, weil es sich ziemlich echt anfühlt.
Im Kern geht es um die beiden und ihren Alltag, der alles andere als entspannt ist. Beide ticken anders als das, was man landläufig als „normal“ bezeichnet, und genau daran reiben sie sich ständig. Besonders stark fand ich, wie ihre Beziehung gezeigt wird. Da steckt viel Nähe drin, aber auch Überforderung auf beiden Seiten. Oft hat man das Gefühl, sie versuchen gleichzeitig, sich selbst und den anderen irgendwie zusammenzuhalten.
Die Geschichte wird dann ziemlich schnell chaotischer, als mehrere Dinge gleichzeitig passieren. Schule, Familie, plötzliches Aufbrechen aus dem Gewohnten. Das sorgt für Tempo, aber auch für eine gewisse Unruhe, die sich durchs ganze Buch zieht. Es gibt kaum Momente, in denen wirklich Ruhe einkehrt.
Sprachlich ist das ziemlich besonders. Es gibt keine klassischen Dialoge, man ist die ganze Zeit direkt in den Köpfen der Figuren. Das kann anstrengend sein, vor allem wenn sich Gedanken drehen oder wiederholen. Aber genau dadurch versteht man ziemlich gut, wie sich das für sie anfühlt.
Im letzten Teil verliert die Geschichte ein bisschen an Klarheit. Da kommen noch ein paar Figuren und Stränge dazu, die nicht ganz so rund wirken wie der Anfang. Das ist schade, weil der Einstieg wirklich stark ist.
Trotzdem bleibt das Buch hängen. Nicht, weil es super glatt erzählt ist, sondern gerade weil es das nicht ist.
Im Kern geht es um die beiden und ihren Alltag, der alles andere als entspannt ist. Beide ticken anders als das, was man landläufig als „normal“ bezeichnet, und genau daran reiben sie sich ständig. Besonders stark fand ich, wie ihre Beziehung gezeigt wird. Da steckt viel Nähe drin, aber auch Überforderung auf beiden Seiten. Oft hat man das Gefühl, sie versuchen gleichzeitig, sich selbst und den anderen irgendwie zusammenzuhalten.
Die Geschichte wird dann ziemlich schnell chaotischer, als mehrere Dinge gleichzeitig passieren. Schule, Familie, plötzliches Aufbrechen aus dem Gewohnten. Das sorgt für Tempo, aber auch für eine gewisse Unruhe, die sich durchs ganze Buch zieht. Es gibt kaum Momente, in denen wirklich Ruhe einkehrt.
Sprachlich ist das ziemlich besonders. Es gibt keine klassischen Dialoge, man ist die ganze Zeit direkt in den Köpfen der Figuren. Das kann anstrengend sein, vor allem wenn sich Gedanken drehen oder wiederholen. Aber genau dadurch versteht man ziemlich gut, wie sich das für sie anfühlt.
Im letzten Teil verliert die Geschichte ein bisschen an Klarheit. Da kommen noch ein paar Figuren und Stränge dazu, die nicht ganz so rund wirken wie der Anfang. Das ist schade, weil der Einstieg wirklich stark ist.
Trotzdem bleibt das Buch hängen. Nicht, weil es super glatt erzählt ist, sondern gerade weil es das nicht ist.