Bleibst du still oder sprichst du drüber?
Giulia und Scott wollen beide ihre Vergangenheit lieber verdrängen. Doch als sich ihre Wege schicksalhaft kreuzen, scheint dieses Vorhaben wie ein Kartenhaus in sich zusammenzufallen. Und so stellt sich die Frage: Ist geteiltes Leid halbes Leid oder macht es das nur schlimmer?
"Silent Whispers" ist ein Buch, bei dem es mir unglaublich schwerfällt, Sterne zu vergeben. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich den Schritt bei dieser Rezension gerne übersprungen, denn keine Zahl wird dieser Geschichte so wirklich gerecht. Warum, werde ich nun weiter ausführen:
Die Themen des Buches sind heftig. Triggerwarnungen sind vorhanden und sollten wirklich beachtet werden, wenn es Themen in deinem Leben gibt, die dir ein ungutes Gefühl geben könnten. Jedoch sind es eben Themen, die besprochen werden müssen, ganz ohne Scham, da sie mitten in unserer Gesellschaft stattfinden. Da ich allerdings keine betroffene Person bin, kann ich mir in dem Punkt nicht anmaßen, einzuschätzen, ob die Repräsentation gelungen ist oder nicht. Ich kann nur sagen, dass ich es als wichtig erachte, dass darüber gesprochen und nicht weiter weggeschaut wird. Alleine deswegen würde ich für dieses Buch eigentlich schon eine Empfehlung aussprechen.
Die Figuren und die Liebesgeschichte haben mir persönlich gut gefallen. Giulia und Scott sind beides spannende Charaktere, welche sich selbst im Verlauf von ihren Fesseln befreien. Das anzusehen, war wirklich auf eine gewisse Art heilend und hat mich sehr berührt. Das Tempo hat mir abgesehen vom Schluss wirklich gut gefallen. Am Ende haben sich für mein Empfinden die Ereignisse aber etwas zu sehr überschlagen.
Mein größtes "Problem" war jedoch meine eigene Erwartungshaltung an diese Geschichte. Das Marketing rund um dieses Buch hat für mich klassischen New-Adult-Booktok-Charakter, insbesondere durch die angepriesenen Tropes. Jedoch hat sich die Geschichte für mich nicht so ganz danach angefühlt. Ganz genau kann ich ehrlicherweise nicht sagen, woran das lag und warum es mich gerade bei der ersten Hälfte des Buches so irritiert hat. Vielleicht lag es am sehr poetischen, bildhaften, detailverliebten Schreibstil, welcher mich eher an zeitgenössische Literatur erinnert hat. Vielleicht lag es aber auch an der Atmosphäre, die etwas distanzierter war, wie ich es sonst aus dem Genre kenne. Vielleicht auch am Tempo der Geschichte, was teils jugendbuchhaften Charakter hatte? Vielleicht lag es auch an was ganz anderem. Hätte ich einen Gegenvorschlag, in welchem Genre dieses Buch sonst einzuordnen wäre? Leider nein. Ich habe das Gefühl, dass sich die Geschichte ziemlich auf der Kippe bewegt zwischen zeitgenössischer Literatur und TikTok-fähiger Romance. Und warum nicht mal etwas mischen und probieren? Schließlich ist das auch immer die Chance für etwas ganz großes.
Alles in allem, auch wenn der letzte Abschnitt nun irgendwie kritisch klingen mag, ist das Buch eine Empfehlung, gerade für die nun kommenden etwas kälteren Herbstmonate. "Silent Whispers" ist eine Liebesgeschichte, die alles andere als schnell vergessen ist. Gerade in der schnelllebigen Zeit ein doch gutes Zeichen, oder?
"Silent Whispers" ist ein Buch, bei dem es mir unglaublich schwerfällt, Sterne zu vergeben. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich den Schritt bei dieser Rezension gerne übersprungen, denn keine Zahl wird dieser Geschichte so wirklich gerecht. Warum, werde ich nun weiter ausführen:
Die Themen des Buches sind heftig. Triggerwarnungen sind vorhanden und sollten wirklich beachtet werden, wenn es Themen in deinem Leben gibt, die dir ein ungutes Gefühl geben könnten. Jedoch sind es eben Themen, die besprochen werden müssen, ganz ohne Scham, da sie mitten in unserer Gesellschaft stattfinden. Da ich allerdings keine betroffene Person bin, kann ich mir in dem Punkt nicht anmaßen, einzuschätzen, ob die Repräsentation gelungen ist oder nicht. Ich kann nur sagen, dass ich es als wichtig erachte, dass darüber gesprochen und nicht weiter weggeschaut wird. Alleine deswegen würde ich für dieses Buch eigentlich schon eine Empfehlung aussprechen.
Die Figuren und die Liebesgeschichte haben mir persönlich gut gefallen. Giulia und Scott sind beides spannende Charaktere, welche sich selbst im Verlauf von ihren Fesseln befreien. Das anzusehen, war wirklich auf eine gewisse Art heilend und hat mich sehr berührt. Das Tempo hat mir abgesehen vom Schluss wirklich gut gefallen. Am Ende haben sich für mein Empfinden die Ereignisse aber etwas zu sehr überschlagen.
Mein größtes "Problem" war jedoch meine eigene Erwartungshaltung an diese Geschichte. Das Marketing rund um dieses Buch hat für mich klassischen New-Adult-Booktok-Charakter, insbesondere durch die angepriesenen Tropes. Jedoch hat sich die Geschichte für mich nicht so ganz danach angefühlt. Ganz genau kann ich ehrlicherweise nicht sagen, woran das lag und warum es mich gerade bei der ersten Hälfte des Buches so irritiert hat. Vielleicht lag es am sehr poetischen, bildhaften, detailverliebten Schreibstil, welcher mich eher an zeitgenössische Literatur erinnert hat. Vielleicht lag es aber auch an der Atmosphäre, die etwas distanzierter war, wie ich es sonst aus dem Genre kenne. Vielleicht auch am Tempo der Geschichte, was teils jugendbuchhaften Charakter hatte? Vielleicht lag es auch an was ganz anderem. Hätte ich einen Gegenvorschlag, in welchem Genre dieses Buch sonst einzuordnen wäre? Leider nein. Ich habe das Gefühl, dass sich die Geschichte ziemlich auf der Kippe bewegt zwischen zeitgenössischer Literatur und TikTok-fähiger Romance. Und warum nicht mal etwas mischen und probieren? Schließlich ist das auch immer die Chance für etwas ganz großes.
Alles in allem, auch wenn der letzte Abschnitt nun irgendwie kritisch klingen mag, ist das Buch eine Empfehlung, gerade für die nun kommenden etwas kälteren Herbstmonate. "Silent Whispers" ist eine Liebesgeschichte, die alles andere als schnell vergessen ist. Gerade in der schnelllebigen Zeit ein doch gutes Zeichen, oder?