Wie weit würdest du für deine Freunde gehen?
Eigentlich lese ich YA-Thriller ziemlich gern, und auch „Six Ways to Watch You Fall“ von Colin Hadler bringt vieles mit, was mich normalerweise sofort neugierig macht: ein Internat, Geheimnisse aus der Vergangenheit, anonyme Drohungen und ein gefährliches Spiel, bei dem jede Entscheidung Konsequenzen hat.
Im Mittelpunkt steht Archer, der plötzlich anonyme Briefe erhält und vor Entscheidungen gestellt wird, bei denen es um Leben und Tod geht. Schnell wird klar, dass die Ereignisse mit einer früheren Klassenfahrt nach Mexiko zusammenhängen. Was ist damals passiert? Und warum scheint jemand ganz genau zu wissen, was Archer, Hazel und Nick lieber für sich behalten würden?
Besonders interessant fand ich die moralischen Fragen, mit denen Archer konfrontiert wird. Immer wieder geht es darum, welche Verantwortung man für die eigenen Entscheidungen trägt. Aber eben auch dafür, wenn man sich bewusst nicht entscheidet. Dazu kommen Themen wie Ausgrenzung, Gruppendruck, Homosexualität und der Einfluss von Social Media. Gerade die Frage, welche Folgen vermeintlich kleine Handlungen und das Verhalten einer Gruppe für einen anderen Menschen haben können, gibt der Geschichte eine zusätzliche Ebene.
Sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil. Die kurzen Kapitel, die vielen Dialoge und die Cliffhanger sorgen für ein hohes Lesetempo. Gleichzeitig wechseln sich die Ereignisse der Gegenwart mit Rückblenden zur Klassenfahrt nach Mexiko ab. Dadurch setzt sich nach und nach zusammen, was damals geschehen ist und warum die Vergangenheit für die aktuellen Ereignisse eine so große Rolle spielt.
Trotz der interessanten Ausgangslage habe ich allerdings nicht ganz den Zugang zur Geschichte gefunden, den ich mir erhofft hatte. Vor allem die Figuren blieben für mich etwas schwer greifbar. Das hat mich durchaus überrascht, weil ich YA-Thriller normalerweise sehr gerne lese. Vielleicht bin ich mit meinen 48 Jahren für genau diese Geschichte dann doch ein klitzekleines bisschen außerhalb der Zielgruppe. Aber nur vielleicht – schließlich haben mich andere YA-Thriller auch schon völlig gepackt. Trotzdem wollte ich unbedingt wissen, was hinter den Briefen steckt und wie alles miteinander zusammenhängt.
Besonders gut gefallen hat mir schließlich die Auflösung. Vor allem die Motivation hinter den Taten fand ich gelungen, denn sie greift viele der Themen auf, die zuvor in der Geschichte eine Rolle spielen. Bei der konkreten Umsetzung gab es für mich allerdings mehrere Aspekte, die ich nicht ganz glaubwürdig fand. Welche das sind, möchte ich bewusst offenlassen, denn hier wäre man sehr schnell im Spoilerbereich.
„Six Ways to Watch You Fall“ bietet eine spannende Grundidee, interessante moralische Fragestellungen und einen Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt. Besonders das Warum hinter den Ereignissen konnte mich überzeugen. Auch wenn ich zu den Figuren nicht ganz den gewünschten Zugang gefunden habe und mir nicht alles in der Umsetzung glaubwürdig erschien, hatte die Geschichte einige Aspekte, die mir sehr gut gefallen haben und allen voran die Idee hinter den Taten und deren Auflösung.
Im Mittelpunkt steht Archer, der plötzlich anonyme Briefe erhält und vor Entscheidungen gestellt wird, bei denen es um Leben und Tod geht. Schnell wird klar, dass die Ereignisse mit einer früheren Klassenfahrt nach Mexiko zusammenhängen. Was ist damals passiert? Und warum scheint jemand ganz genau zu wissen, was Archer, Hazel und Nick lieber für sich behalten würden?
Besonders interessant fand ich die moralischen Fragen, mit denen Archer konfrontiert wird. Immer wieder geht es darum, welche Verantwortung man für die eigenen Entscheidungen trägt. Aber eben auch dafür, wenn man sich bewusst nicht entscheidet. Dazu kommen Themen wie Ausgrenzung, Gruppendruck, Homosexualität und der Einfluss von Social Media. Gerade die Frage, welche Folgen vermeintlich kleine Handlungen und das Verhalten einer Gruppe für einen anderen Menschen haben können, gibt der Geschichte eine zusätzliche Ebene.
Sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil. Die kurzen Kapitel, die vielen Dialoge und die Cliffhanger sorgen für ein hohes Lesetempo. Gleichzeitig wechseln sich die Ereignisse der Gegenwart mit Rückblenden zur Klassenfahrt nach Mexiko ab. Dadurch setzt sich nach und nach zusammen, was damals geschehen ist und warum die Vergangenheit für die aktuellen Ereignisse eine so große Rolle spielt.
Trotz der interessanten Ausgangslage habe ich allerdings nicht ganz den Zugang zur Geschichte gefunden, den ich mir erhofft hatte. Vor allem die Figuren blieben für mich etwas schwer greifbar. Das hat mich durchaus überrascht, weil ich YA-Thriller normalerweise sehr gerne lese. Vielleicht bin ich mit meinen 48 Jahren für genau diese Geschichte dann doch ein klitzekleines bisschen außerhalb der Zielgruppe. Aber nur vielleicht – schließlich haben mich andere YA-Thriller auch schon völlig gepackt. Trotzdem wollte ich unbedingt wissen, was hinter den Briefen steckt und wie alles miteinander zusammenhängt.
Besonders gut gefallen hat mir schließlich die Auflösung. Vor allem die Motivation hinter den Taten fand ich gelungen, denn sie greift viele der Themen auf, die zuvor in der Geschichte eine Rolle spielen. Bei der konkreten Umsetzung gab es für mich allerdings mehrere Aspekte, die ich nicht ganz glaubwürdig fand. Welche das sind, möchte ich bewusst offenlassen, denn hier wäre man sehr schnell im Spoilerbereich.
„Six Ways to Watch You Fall“ bietet eine spannende Grundidee, interessante moralische Fragestellungen und einen Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt. Besonders das Warum hinter den Ereignissen konnte mich überzeugen. Auch wenn ich zu den Figuren nicht ganz den gewünschten Zugang gefunden habe und mir nicht alles in der Umsetzung glaubwürdig erschien, hatte die Geschichte einige Aspekte, die mir sehr gut gefallen haben und allen voran die Idee hinter den Taten und deren Auflösung.