Atmosphärisch dicht
Schon der Einstieg in diese Leseprobe hat mich emotional sehr berührt. Wir begegnen Bohm, einem Mann, der auf der Straße lebt und dessen gesamtes Hab und Gut verschwunden ist. Die Atmosphäre im winterlichen Köln während des Karnevals wird unglaublich dicht beschrieben – der Kontrast zwischen der feiernden Menge, die den „Nubbel“ verbrennt, und Bohms harter Realität in der Kälte und Nässe ist greifbar.
Besonders stark fand ich die Art und Weise, wie Christian Huber die Sinneseindrücke nutzt. Man spürt förmlich, wie die Nässe in die Knochen zieht und wie unangenehm der Brandgeruch der Karnevalsfeuer in den Straßen hängt. Bohm wirkt wie ein Charakter mit viel Tiefe; er ist kein bloßes Klischee, sondern ein Mann, der trotz seiner schwierigen Lage einen eigenen Stolz und eine klare Sicht auf die Welt behält. Er weiß zum Beispiel sehr genau, dass man Kälte ignorieren kann, Nässe aber nicht.
Die Begegnung mit Alina bringt eine interessante Dynamik in die Geschichte. Sie wirkt fast schon hektisch und unsicher im Vergleich zu Bohms eher ruhiger, wenn auch verbitterter Art. Der Moment mit dem Streichholz, das im Wind immer wieder ausgeht, ist ein so passendes Bild für die Zerbrechlichkeit der Situation und vielleicht auch für die Hoffnung, die in diesem Buch eine Rolle spielen könnte.
Mir gefällt der Stil des Autors sehr gut – er schreibt unaufgeregt, aber sehr bildhaft und trifft genau den richtigen Ton zwischen Melancholie und einer gewissen Härte. Diese Leseprobe macht definitiv Lust darauf, mehr über Bohm und seine Geschichte zu erfahren.
Besonders stark fand ich die Art und Weise, wie Christian Huber die Sinneseindrücke nutzt. Man spürt förmlich, wie die Nässe in die Knochen zieht und wie unangenehm der Brandgeruch der Karnevalsfeuer in den Straßen hängt. Bohm wirkt wie ein Charakter mit viel Tiefe; er ist kein bloßes Klischee, sondern ein Mann, der trotz seiner schwierigen Lage einen eigenen Stolz und eine klare Sicht auf die Welt behält. Er weiß zum Beispiel sehr genau, dass man Kälte ignorieren kann, Nässe aber nicht.
Die Begegnung mit Alina bringt eine interessante Dynamik in die Geschichte. Sie wirkt fast schon hektisch und unsicher im Vergleich zu Bohms eher ruhiger, wenn auch verbitterter Art. Der Moment mit dem Streichholz, das im Wind immer wieder ausgeht, ist ein so passendes Bild für die Zerbrechlichkeit der Situation und vielleicht auch für die Hoffnung, die in diesem Buch eine Rolle spielen könnte.
Mir gefällt der Stil des Autors sehr gut – er schreibt unaufgeregt, aber sehr bildhaft und trifft genau den richtigen Ton zwischen Melancholie und einer gewissen Härte. Diese Leseprobe macht definitiv Lust darauf, mehr über Bohm und seine Geschichte zu erfahren.