Eindringliche Skizzen

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babsiemarie Avatar

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Wenn Bohm in der Mülltonne nach seinem Schlafsack fischt, spürt man den Gestank in der Nase. So plastisch schildert der Autor Christian Huber diese Szene. Durch den Dreck und den Fatalismus, mit dem Bohm seine Sachen aus der Tonne angelt, fühlt man außerdem seine Verzweiflung. Kaum etwas zu besitzen und dann nimmt irgendwer dem Obdachlosen auch noch den wertvollen Schlafsack weg. Ebenso authentisch führt Huber die junge Journalistin Alina ein. Wohl jeder kann sich in die Situation hineinversetzen, sich nach einer schlaflosen Nacht wie ein zottige Höhlenmensch zu fühlen. Huber beschreibt so, dass aus kleinen Skizzen ein klares Bild vor Augen steht. Bilder von Menschen ebenso wie einem „verkaterten“ Köln nach den närrischen Tagen. So, dass man sofort mitten in der Geschichte ist, bei der ersten Begegnung zwischen Bohm und Alina und wissen möchte, wie es mit diesen beiden unterschiedlichen Leben weitergeht.