Alina und Bohm

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eichhörnchen84 Avatar

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Schon die Aufmachung des Buches hat mir sehr gut gefallen. Nimmt man den Einband ab, sieht man auf der Vorderseite des blauen Hardcovers ein brennendes Streichholz. Auf der Rückseite des Hardcovers ist das Streichholz bereits abgebrannt, was sehr gut zum Buchtitel passt. Und auch zur Fähigkeit Bohms, Streichhölzer mit einem Fingerschnippen anzuzünden. Auf der allerletzten Seite findet sich außerdem eine Tracklist. Diese sollte man nicht übersehen!

Auch inhaltlich hat mich das Buch sehr in seinen Bann gezogen. Abwechselnd ist es aus der Perspektive von Alina und Bohm geschrieben. Alina ist Fernsehjournalistin mit dem Auftrag, eine Reportage über Obdachlosigkeit zu drehen, von der ihre berufliche Zukunft abhängt.

Bohm dagegen lebt auf der Straße. Über seine Vergangenheit erfährt man nach und nach stückchenweise mehr. Man ist berührt, bewegt, aber auch schockiert über seine Geschichte. Als Alina ihn darum bittet, eine Reportage über ihn drehen zu dürfen, ist er zunächst völlig abgeneigt. Doch dann geschieht etwas, er benötigt dringend Geld, nicht für sich, sondern für jemand anderen. Und er lässt sich auf den Dreh ein.

Und schließlich beginnt aus zwei Menschen ein wir zu werden. Aber hat die Verbindung zwischen den beiden überhaupt eine Zukunft?