Alina und Bohm
Alina erhält von ihrer Redaktion und ihrem Kollegen Jakob die Chance, eine Reportage über einen Obdachlosen zu drehen. Eine Sozialarbeiterin gibt ihr den Tipp, den Obdachlosen Bohm anzusprechen. Auch wenn ich es mir als Leserin schwer vorstellen kann, springt bereits bei der Begegnung der beiden ein kleiner Funke über. Alinas Kollege Jakob bildet das Kontrastprogramm zu Bohm und es lässt sich wohl nicht vermeiden, dass sich der Autor hier einiger Klischees bedient.
Christian Huber beschreibt mit flüssigem Schreibstil abwechselnd, wie Alina und Bohm die Situationen aus ihrer Sicht erleben. Kollege Jakob taucht zwischendurch immer wieder als Störfaktor auf und zeigt, dass eine schöne Fassade in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht ausreicht.
Ich hatte anfangs Bedenken, mich an diesen Roman heranzuwagen, aber zum Glück wird hier nicht so sehr auf die Tränendrüse gedrückt wie ich befürchtet hatte. Vor allem Bohms Situation wird ziemlich realistisch beschrieben. Deshalb ein Buch dass ich gerne weiterempfehle.