Ein Buch, das bleibt

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alocasia Avatar

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Als ich dieses Buch beendet habe, saß ich danach noch lange einfach nur da und habe die Wand angestarrt. Nicht, weil das Ende besonders schockierend gewesen wäre. Sondern weil ich dieses Gefühl nicht loslassen wollte, das die Geschichte in mir ausgelöst hat. Es ist eines dieser Bücher, die nachhallen.

Am besten lässt es sich vielleicht als eine Art modernes Märchen beschreiben: ruhig, eindringlich und dabei nie kitschig. Gleichzeitig steckt unglaublich viel gesellschaftliche Relevanz darin.

Besonders hervorheben möchte ich die Darstellung von Obdachlosigkeit. Dieses Thema findet in Büchern viel zu selten Raum, und hier wird es nicht nur am Rande behandelt. Einer der beiden Hauptcharaktere ist selbst obdachlos. Man merkt deutlich, dass sich der Autor intensiv damit auseinandergesetzt hat. Nichts wird beschönigt, und genau das macht die Geschichte so authentisch und berührend.

Aber nicht nur inhaltlich überzeugt das Buch, auch sprachlich ist es einfach wunderschön geschrieben. Der Schreibstil sorgt dafür, dass man komplett eintaucht. Ich habe mitgefiebert, gelacht und geweint.

Ein Detail, das sich für mich total verändert hat, ist das Cover. Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, hat es mich überhaupt nicht angesprochen. Nach dem Lesen liebe ich es aber richtig. Ich mag es total, wenn die Covergestaltung plötzlich Sinn ergibt und man denkt: Das ist einfach richtig gut umgesetzt.

Für mich ist das eine klare Leseempfehlung: ein berührendes, besonderes Buch, das noch lange im Kopf und im Herzen bleibt.