Eine Liebe in Köln

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
magdas_buecherwelt Avatar

Von

Solange ein Streichholz brennt von Christian Huber ist das erste Buch, das ich von dem Autor gelesen habe, aber bestimmt nicht das letzte. Es ist eine wunderschöne Liebesgeschichte mit einem großartigen und zum Inhalt passenden Cover.
Ich habe das Buch größtenteils gehört, wunderbar eingelesen von Robert Stadlober und Maria Wördemann.
Alina ist junge Redakteurin, früher war sie sehr erfolgreich, doch ihr Stern ist am Sinken. Sie bekommt sie das Angebot, eine Reportage für eine Sendung zu drehen, die ihrer Karriere den nötigen Aufschwung geben könnte, und zwar soll sie für die Pilotsendung eines neuen Magazins einen Beitrag über Obdachlosigkeit beisteuern, als Titel schlägt sie vor: Wie entgleitet ein Leben?
Sie fragt den 36jährigen Bohm, ob sie ihn gegen Bezahlung eine Woche lang begleiten darf. Bohm lehnt zunächst ab, da er nicht im Fernsehen gezeigt werden will, doch dann braucht er sofort Geld und sagt zu.
Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Alina und Bohm geschrieben. Christian Huber betont in seinem Podcast „Gefühlte Fakten“, dass es kein Roman über Obdachlosigkeit ist, dem stimme ich absolut zu. Es ist eine Liebesgeschichte, in der ein Hund namens Fox eine wichtige Rolle spielt.
Warum Bohm obdachlos geworden ist, erfahren wir erst gegen Ende des Romans. Seine Geschichte, der fesselnde und teils poetische Schreibstil hat mich sehr berührt, ganz besonders eine Szene mit Mathilda und Anton und den Million-Dollar-Mäusen.
Ich mochte das Lokalkolorit. Alle, die Köln kennen, werden die von Bohm und Alina aufgesuchten Orte wiedererkennen und vielleicht beim nächsten Besuch der Deutzer Kirmes oder beim Spaziergang an der Rheinpromenade an die beiden denken.
Ich habe das Hörbuch sehr gern gehört, es hat für mich ähnliche Vibes wie die Bücher von Ewald Arenz. Eine warmherzige und berührende Geschichte, die ich euch ans Herz legen möchte.