Fesselnd erzählt

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maria-luise Avatar

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„Solange ein Streichholz brennt“ ist mein erstes Buch von Christian Huber und ich bin total begeistert, über diese wunderbare Geschichte, die über Schuld und Vergebung, über Liebe und Flucht erzählt.

Das Cover mit den aufgereihten Streichhölzern und einem einzigen brennenden Streichholz, dazu der Titel, der sich plötzlich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht bis der Sinn dahinter deutlich wird, ist ausgesprochen gut gelungen.

Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Wie er aus seinem früheren Leben gerutscht ist, darüber schweigt er. Er besitzt so gut wie nichts. Einen alten Rucksack. Geschnitzte Holzmäuse. Einen Brief, den er nicht öffnen will und plötzlich läuft ihm da noch ein Hund hinterher, der sich nicht abschütteln lässt. Bohm kämpft sich nun mit seinem Hund durch die Tage und Nächte.

Dann ist da noch die junge, einst aufstrebende Fernsehjournalistin Alina, deren vielversprechende Karriere ins Stocken geraten ist. Besonders die Termineinladung zu einem Feedbackgespräch wegen Neustruktuierung der Redaktion macht ihr Sorgen, denn sie befürchtet im Rahmen von Sparmaßnahmen, entlassen zu werden. Dann passiert das Gegenteil, denn Ihre letzte Chance auf eine TV-Karriere scheint ausgerechnet eine Reportage über das Leben auf der Straße zu sein. Ob ihr das gelingen wird? Und dann findet Alina Bohm ...

Bohm soll sich eine Woche lang tagsüber von Alina begleiten lassen, doch er lehnt vorerst ab bis zu dem Tag, als sein Hund schwerverletzt in die Tierklinik muss. Er braucht dafür dringend die angebotenen 1000 Euro und ruft Alina an.

Aus abwechselnden Perspektiven erzählt Bohm von seinem Leben auf der Straße und Alina, über ihren stressigen Alltag in der Medienbranche. Zwei Welten, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten und doch ist da plötzlich etwas zwischen ihnen. Etwas, das nicht sein kann.

Die zarte und behutsame Annäherung der beiden, löst gerade durch die sozialen Unterschiede, tiefe Emotionen aus. Erst am Ende wird klar, wovor Bohm letztendlich, davongelaufen ist.

Fazit:
Der Autor hat eine wunderbare Gabe, Geschichte mit einer emotionalen Tiefe und bewegender Atmosphäre, zu erzählen. Gerne habe ich die Protagonisten und ihre Entwicklung, in dieser berührenden Geschichte, begleitet.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!