Flackern im Dunkeln
Mit „Solange ein Streichholz brennt“ zeigt Christian Huber erneut, wie eindrucksvoll seine Geschichten sind. Auch wenn sich dieses Buch kaum mit seinem Werk „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ vergleichen lässt, wird doch schnell klar, was beide verbindet - eine subtile Emotionalität, ein feinsinniger Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen und ein Schreibstil, der tief berührt.
Im Zentrum stehen Alina und Bohm - zwei Figuren, deren Lebensrealitäten gegensätzlicher kaum sein könnten. Während Alina ein scheinbar sicheres Leben führt, mit festem Job, sozialen Strukturen und Stabilität, lebt Bohm auf der Straße. Doch genau darin liegt die Stärke des Romans, denn er zeigt, wie trügerisch Sicherheit sein kann und wie schnell ein Leben aus der Bahn geraten kann. Schritt für Schritt wird deutlich, wie Bohm in diese Situation geraten ist und das durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, die erschreckend nahbar wirken.
Besonders eindrucksvoll ist dabei die Sensibilisierung für das Thema Obdachlosigkeit. Der Roman regt zum Nachdenken an und schafft Verständnis, auch wenn man sich stellenweise noch tiefere Einblicke in den Alltag auf der Straße gewünscht hätte. Stattdessen rückt zunehmend die Beziehung zwischen Alina und Bohm in den Vordergrund. Ihre Begegnung ist geprägt von Respekt, vorsichtiger Annäherung und einem gegenseitigen Lernen, das leise und wirkungsvoll erzählt wird.
Auch Alinas eigenes Leben nimmt Raum ein. Nicht jeder Handlungsstrang überzeugte mich dabei gleichermaßen. Insbesondere die Entwicklungen rund um ihren Chef wirken stellenweise etwas weniger stimmig. Dennoch fügen sich die verschiedenen Perspektiven zu einem Gesamtbild zusammen, das vor allem durch seine Figuren trägt.
Christian Hubers Schreibstil bleibt dabei eine große Stärke, dieser ist leicht, flüssig und voller Tiefe. Man gleitet förmlich durch die Seiten und spürt gleichzeitig die emotionale Wucht zwischen den Zeilen.
Trotz kleiner Kritikpunkte ist dieser Roman ein absolutes Highlight. Ein wichtiges, berührendes Buch, das lange nachhallt und den Blick auf die Welt ein kleines Stück verändert. Für mich eine klare Leseempfehlung.
Im Zentrum stehen Alina und Bohm - zwei Figuren, deren Lebensrealitäten gegensätzlicher kaum sein könnten. Während Alina ein scheinbar sicheres Leben führt, mit festem Job, sozialen Strukturen und Stabilität, lebt Bohm auf der Straße. Doch genau darin liegt die Stärke des Romans, denn er zeigt, wie trügerisch Sicherheit sein kann und wie schnell ein Leben aus der Bahn geraten kann. Schritt für Schritt wird deutlich, wie Bohm in diese Situation geraten ist und das durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, die erschreckend nahbar wirken.
Besonders eindrucksvoll ist dabei die Sensibilisierung für das Thema Obdachlosigkeit. Der Roman regt zum Nachdenken an und schafft Verständnis, auch wenn man sich stellenweise noch tiefere Einblicke in den Alltag auf der Straße gewünscht hätte. Stattdessen rückt zunehmend die Beziehung zwischen Alina und Bohm in den Vordergrund. Ihre Begegnung ist geprägt von Respekt, vorsichtiger Annäherung und einem gegenseitigen Lernen, das leise und wirkungsvoll erzählt wird.
Auch Alinas eigenes Leben nimmt Raum ein. Nicht jeder Handlungsstrang überzeugte mich dabei gleichermaßen. Insbesondere die Entwicklungen rund um ihren Chef wirken stellenweise etwas weniger stimmig. Dennoch fügen sich die verschiedenen Perspektiven zu einem Gesamtbild zusammen, das vor allem durch seine Figuren trägt.
Christian Hubers Schreibstil bleibt dabei eine große Stärke, dieser ist leicht, flüssig und voller Tiefe. Man gleitet förmlich durch die Seiten und spürt gleichzeitig die emotionale Wucht zwischen den Zeilen.
Trotz kleiner Kritikpunkte ist dieser Roman ein absolutes Highlight. Ein wichtiges, berührendes Buch, das lange nachhallt und den Blick auf die Welt ein kleines Stück verändert. Für mich eine klare Leseempfehlung.